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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 21. January 2022 · 03:02 Uhr
 
 
 

Parteiübergreifender Appell:

Testpflicht für Kindertagesstätten ermöglichen

»Wir fordern parteiübergreifend alle politischen Ebenen im Freistaat auf, auch für den Kita-Alltag ein tragfähiges, einheitliches Modell zu etablieren, um gemeinsam mit allen Kräften einen echten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten. Dies kann unseres Erachtens nur durch eine allgemeine Testpflicht auch an Kitas gewährleistet werden«, so der Appell, der auch an die Bayerische Familienministerin Caroline Trautner und den Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek ging.

Stephanie Burgmaier (Vorsitzende CSU-Kreistagsfraktion), Lena Eberl (CSU-Kreis- und Gemeinderätin Vierkirchen), Christina Meckel (ÜWG-Gemeinderätin Haimhausen) sowie die gesamte CSU-Kreistagsfraktion mit Bernhard Seidenath MdL und Landrat Stefan Löwl, Marese Hoffmann für die gesamte Kreistagsfraktion Bündnis´90/Die Grünen und Lena Wirthmüller für die Ausschussgemeinschaft ÖDP/BfD/Linke wenden sich an alle politisch Verantwortlichen in Bayern:

Die Lage ist nicht nur ernst, sie ist höchst dramatisch. Umso wichtiger ist es, dass sich jede und jeder der kann solidarisch zeigt und impfen lässt. Doch eine Gruppe ist davon gänzlich ausgeschlossen. Es sind unsere Kinder unter zwölf Jahren. Sie haben keine Wahl, nur die Möglichkeit der regelmäßigen Testung.

Der schulische Bereich wird bereits durch zwei beziehungsweise drei wöchentliche Pool-Testungen mittels sicherer PCR-Methodik nach den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten kontrolliert. Unkontrolliert läuft dagegen der Bereich in den Kindertagesstätten ab. Zwar hat der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder dankenswerterweise kürzlich auch für die Kleinsten die Voraussetzungen für dreimal wöchentliche Tests mittels Selbsttests oder Pooltests geschaffen, doch die Umsetzung obliegt den Trägern beziehungsweise Gemeinden oder Städten. Auch besteht im Gegensatz zu den Schulkindern für Kitakinder eben keine Testpflicht. Umso unterschiedlicher erfolgt die Handhabung.

Zwar haben Kinder wohl eine deutlich geringere Komplikationswahrscheinlichkeit, wie der Münchner Infektiologe Christoph Spinner am 26.10. BR-Podcast bestätigte, aber man dürfe nicht vergessen, dass Kinder oft mit ihren Eltern und Großeltern in einem Haushalt leben und gemeinsame Sozialkontakte haben, was den Infektionsdruck auf die erwachsene Bevölkerung erhöht. Zudem laufen auch seit Tagen die Kinderstationen an unseren Krankenhäusern voll.

Zugleich leidet fast jedes dritte Kind enorm unter den Auswirkungen der Pandemie und zeige psychische Auffälligkeiten wie Angst, Einsamkeit, Depression, Ess- und Schlafstörungen und Suizidalität, so der katholische Sozialverband Caritas am 25. Oktober 2021. Umso wichtiger ist es, Kita- und Schulalltag nach allen Kräften aufrecht zu erhalten und eben auch so gut wie möglich sicher zu gestalten.