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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 20. May 2022 · 16:16 Uhr
 
 
 

Ein starkes Team

Die Profis der Schreinerei Wagner trotzen Wind und Wetter

Die vier »Musketiere« der Schreinerei Wagner: Robert Grain (großes Foto), Christian Schmid und Lehrling Valentin Dandl sowie Jung-Geselle Benedikt Lugmayr, mit ihren Waffen, sprich Werkzeug zum Einbau von Fenstern und Vorbaurollläden: Akku-Schrauber, Bohrmaschine, Butyl-Klebstoff und PU-Schaum zum professionellen Abdichten und Verkleben rund um den Fensterstock. (Foto: afoe)

Als Handwerker auf der Baustelle darf man nicht zimperlich sein. Schließlich müssen die Fenster auch bei Wind und Schnee passend und schlagregendicht eingesetzt werden. Damit sich der oder die Bewohner auf ein trockenes und behagliches Zuhause freuen können. Wie wichtig so ein modernes und fachmännisch eingebautes Fenster ist, merkt man oft erst, wenn es durch die Räume zieht, nie so richtig warm wird, wenn der Lärm von draußen durch die geschlossenen Fenster dringt… Oder die Heizkosten durch die Decke gehen, weil die Isolierung schwächelt und zu viel Wärme durch die Fenster nach draußen dringt.
Einige dieser Kriterien waren gewiss erfüllt in dem Mehrparteienhaus in der Münchner Straße, unmittelbar neben dem Edeka Supermarkt. In der zweiten und dritten Etage sollten deshalb die energetisch nicht mehr zeitgemäßen Alu-Fenster gegen neue Kunststofffenster ausgetauscht werden. Diese haben einen Metallkern, der die Festigkeit erhöht. Außerdem sollten elektrisch betriebene Vorbaurollläden die bisherigen Raffstores ersetzen. Zwei Tage hatten die vier Mitarbeiter der Schreinerei Wagner dafür Zeit. Also einen Tag pro Stockwerk. Eine sportliche Herausforderung, denn es ist schon ein Kraftakt, die alten Stöcke und Fenster zu entfernen – und dann auch noch neue Fenster und elektrische Rollos zu verbauen. Die Schreiner-Gesellen Robert Grain, Christian Schmid, die jungen Benedikt Lugmayr und Valentin Dandl, Lehrling im zweiten Lehrjahr, ließen sich bei ihrer Aufgabe auch von dem stürmischen Schneetreiben Ende November nicht aufhalten. Immer wieder mussten sie aufs Gerüst, um die Außenarbeiten zu verrichten. Als Außenstehendem könnte einem der Gedanke kommen: hier sind vier Musketiere am Werk. Mit Zollstock und Spachtel anstelle von Schwert und Degen. Aber nicht weniger entschlossen im Kampf gegen Widrigkeiten. Neben den schwierigen Witterungsbedingungen war das zum Beispiel auch der zu geringe Abstand zwischen dem Fußboden und der Unterkante des Fensters. Der ist vorgeschrieben, muss mindestens 90 cm betragen. Somit mussten eigens Unterlichter eingesetzt werden, 20 cm hoch. Robert Grain hatte zuvor alles genau ausgemessen, innen, außen, Höhe, Breite, alles muss auf den Millimeter passen, damit die Fenster nachher korrekt eingesetzt werden können und auch richtig schließen. Da sind Erfahrung und Sorgfalt unabdingbar. Sie sind die Markenzeichen der Schreinerei Wagner, deshalb hat der Dachauer Fachbetrieb seit Jahrzehnten so einen guten Ruf und eine Menge Stammkunden. Das betrifft sowohl die Instandsetzung als auch den Verkauf von Türen, Fenster, Markisen, Rollläden, Sonnen-, Sicht- und Insektenschutz sowie die Sicherheitsnachrüstung von Fenstern und Türen.In ihren Ausstellungs-Räumlichkeiten in Dachau-Süd bietet die Firma Wagner Interessenten die Möglichkeit, sich über die neuesten Türen- und Fenster-Trends zu informieren und die Kollektion in aller Ruhe aus der Nähe zu betrachten. Allerdings sind Kundenbesuche derzeit nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich, und zwar von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr.Zur Firmenphilosophie gehört auch, dass man die einwandfreie, termingerechte Ausführung der Kundenwünsche mit eigenen qualifizierten Fachkräften erledigt und auf Sub-Unternehmer verzichtet. Mit stets demselben Qualitätsmerkmal: Expertise aus Erfahrung und aus einer Hand. Selbst alte Fensterbeschläge stellen kein Hindernis dar. Allerdings erschweren seit Monaten immer wieder Lieferschwierigkeiten und lange Wartezeiten bei Elektromotoren die Arbeit. Wer also mit dem Gedanken an eine Renovierung oder einen Neukauf spielt, sollte rechtzeitig vorausplanen und Lieferengpässe mit einrechnen.
Auch der Fachkräftemangel sei weiterhin ein Problem, versichert Firmeninhaber Wagner. Arbeit gäbe es genug. »Wir suchen dringend nach guten Schreinern für Fenster und Türen, die selbständig auf Montage gehen können.« Aber mit diesem Wunsch steht er natürlich nicht allein…