„Freitags um Fünf“ - es war ein informativer Nachmittag im gut besuchten Pfarrheim Heilig Kreuz: Dr. Max Hasmann, ehemaliger Projektleiter bei Roche Diagnostics in Penzberg, informierte auf Einladung des Dachauer Forums gekonnt und mit anschaulichen Grafiken, wie moderne Krebsforschung funktioniert, und was es mit „molekularer Medizin“ und „Immuntherapie“ auf sich hat.
Während klassische Chemotherapie stets alle Körperzellen angreife, habe die moderne Medizin bereits eine ganze Reihe von Ansätzen zur Verfügung, die mit raffinierten Ansätzen gezielt nur die Tumorzellen attackierten und daher wesentlich geringere Nebenwirkungen zur Folge hätten. Zugleich wurde den interessierten Zuhörern aber auch der riesige Aufwand für die Erforschung und Zulassung einer modernen Krebstherapie erläutert.
Wie Prof. Dr. Gerhard Haszprunar als Vorsitzender des Dachauer Forums schon in seiner Begrüßung betonte, seien Pharmakonzerne nicht die „bösen, geldgierigen Buben“, wie sie oft dargestellt würden, sondern für die Weiterentwicklung der extrem teuren und langwierigen Forschung und Entwicklung schlicht notwendige Unternehmen. Fazit: ein lehrreicher Nachmittag, der Vorurteile abgebaut und Hoffnung gemacht hat.