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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 21. August 2018 · 08:26 Uhr
 
 
 

Ordensjubiläum bei den Franziskanerinnen

»Viele Jahrzehnte großer Einsatz für die Menschen«

Schwester Maria Baptista Bauer und Schwester Maria Sebalda Neger feiern das Diamantene Ordensjubiläum, Schwester Maria Daniela Poller das Goldene (von li). (Foto: Franziskuswerk)

Am 17. März feierten die Franziskanerinnen von Schönbrunn mit einem Festgottesdienst das Ordensjubiläum von drei Mitschwestern. Schwester Maria Daniela Poller hat vor 50 Jahren, Schwester Maria Baptista Bauer und Schwester Maria Sebalda Neger haben vor 60 Jahren ihre Profess abgelegt. »In den vielen Jahrzehnten, die unsere Schwestern in Schönbrunn leben, haben sie mit viel Liebe und großem Einsatz mit und für die Menschen hier in Schönbrunn gelebt und gearbeitet. Darüber freuen wir uns und das feiern wir«, sagte die Generaloberin der Franziskanerinnen, Sr. M. Benigna Sirl.

Sr. M. Baptista war 39 Jahre in der ordenseigenen Mühle tätig. Nach der Lehr- und Gesellenzeit hat sie schließlich 1963 die Meisterprüfung im Müllerhandwerk abgelegt. Als der Mühlenbetrieb in den 1990er Jahren eingestellt wurde, übernahm sie Aufgaben im Hausdienst und in der Anlagenpflege. Sr. M. Baptista liebt die Natur, kennt jeden Vogel, und hält sich gerne im Garten auf.

Sr. M. Sebalda war vier Jahrzehnte im pädagogischen Dienst tätig, davon 32 Jahre bei Kindern und Jugendlichen und zehn Jahre bei erwachsenen Männern im heutigen Franziskuswerk Schönbrunn. Zu Sr. M: Sebalda kommen heute noch viele Ehemalige und sie selber hält gerne Kontakt zu Angehörigen und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Solange es ihre Gesundheit erlaubt, stellt sich Sr. M. Sebalda für den Dienst bei den alt gewordenen Mitschwestern zur Verfügung.

Sr. M. Daniela hat 35 Jahre als ausgebildete Heilerziehungspflegerin in der Betreuung und Pflege von erwachsenen und alt gewordenen Frauen gearbeitet. Sie ist ein Landkind, das gerne über Feld und Flur wandert. Singen bereitet ihr große Freude. Zurzeit übt sie den Sakristaninnendienst aus.

Die Profess ist das aus ganzem Herzen gegebene (zuerst zeitlich befristete, dann ewige) Versprechen, Jesus im Orden nachzufolgen, sich an Jesu Lebensweise auszurichten (Gelübde der Armut, der Ehelosigkeit um des Himmelreiches Willen und des Gehorsams) und an seinen Worten, an der Heiligen Schrift zu orientieren. Jede Schwester verspricht in der Profess außerdem, sich in den Dienst der Ordensgemeinschaft und damit in den Dienst der Kirche zu stellen. Jede Schwester lebt dies täglich neu nach dem Vorbild des Heiligen Franziskus und in der Art und Weise, wie es die Ordensregel und die Konstitutionen der Kongregation beschreiben. Für diese langen Jahre der Treue wurde in einem feierlichen Festgottesdienst gedankt, an dem neben den Mitschwestern auch Verwandte und Freunde der Jubilarinnen teilnahmen.