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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 15. November 2018 · 21:44 Uhr
 
 
 

Harte Zeiten kommen

Eichhörnchen über den Winter helfen

Dieses kleine Findelkind wurde im Tierheim abgegeben und von Andrea Brunner aufgepäppelt. (Foto: privat)

Wegen der extremen Trockenheit in diesem langen Sommer sind viele Nüsse und Bucheckern verdorrt. Eichhörnchen sind deswegen in Not, weil sie nicht genügend Futter finden in einer Zeit, in der sie eigentlich ihre Wintervorräte anlegen.

Eichhörnchen sind »Winterruher«, das heißt, sie stehen immer wieder auf, um sich Futter aus ihren Vorräten zu holen. Nun gibt es aber zu wenig Nüsse und Bucheckern, um ein ordentliches Depot anzulegen. Die Tiere werden also gezwungen sein, bei kalten Temperaturen nach Fressen zu suchen, was sie so entkräften kann, dass sie sterben.

 

Eichhörnchen füttern

Schon jetzt kann man die kleinen Nager unterstützen und Schüsseln mit ungeschälten Haselnüssen, Walnüssen oder auch Sonnenblumenkernen aufstellen (an Stellen, die Katzen nicht erreichen). Damit kann die Vorratskammer gefüllt werden.

Bei der Obst- und Nussernte nicht alles abräumen, sondern einen Teil für die Eichhörnchen auf den Bäumen lassen.

Bei Frost sollte man auch Wasserschälchen im Garten aufstellen.

 

Der Eichhörnchen-Garten

Für den Winter gibt es Eichhörnchen-Futterhäuschen, die man an einem Baum anbringen kann.

Regentonnen unbedingt mit Deckel sichern. Immer wieder ertrinken Eichhörnchen elend, weil sie am Rand abrutschen.

Verletzte Tiere und Eichhörnchen-Junge nicht liegen lassen, sondern ins Dachauer Tierheim bringen. Dort werden sie versorgt und später wieder ausgewildert.