1.16°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Wednesday, 19. December 2018 · 12:47 Uhr
 
 
 

Dachauer im polnischen Partnerlandkreis Oświęcim

Bigband beim LIFE-Musik-Festival/LJR und Kreisfeuerwehr mitgereist

Die Dachauer Bigband und Rapper Luc (Brille und Baseballkappe) trafen sich nach dem Auftritt mit der Dachauer Delegation für ein gemeinsames Foto. (Foto: LA Dachau)

Es ist ein Zeichen der Verbundenheit: Seit Beginn der Landkreispartnerschaft mit Oświęcim (Auschwitz) vor rund drei Jahren reisen jährlich Gruppen aus Dachau zum großen LIFE-Musik-Festival nach Polen. In diesem Jahr waren bei der vom Landratsamt in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring sowie dem Zweckverband Jugendarbeit organisierten Fahrt auch Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands mit seinen Jugendleitern, Mitglieder der Kreisbrandinspektion, die Dachauer Bigband der Knabenkapelle sowie eine Delegation des Landkreises rund um Landrat Stefan Löwl dabei.

Vor der Besichtigung der Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau legten Vertreter der Delegationen einen Kranz an der Todesmauer in Auschwitz nieder. Landrat Stefan Löwl, Tilo Ederer, Vorsitzender der Knabenkapelle, sowie der polnische Landrat Zbigniew Starzec sprachen Grußworte. Zbigniew Starzec betonte darin, dass die Partnerschaft mit dem Landkreis Dachau das Beste sei, was er jemals initiiert habe.

Auf dem LIFE-Festival, das seit neun Jahren in Oświęcim stattfindet, traten in diesem Jahr unter anderem Carlos Santana, die Band Europe und Alvaro Soler auf. Der musikalische Höhepunkt für die Gäste aus dem Dachauer Land war allerdings der Auftritt der Bigband aus Dachau. Sie stand zusammen mit anderen Musikgruppen sowie dem polnischen Rapper LUC auf der imposanten Festival-Bühne – und schaffte so im Kleinen, was das Festival erreichen will: friedliche und freundschaftliche Beziehungen zu schaffen zwischen unterschiedlichen Kulturen und über Grenzen hinweg.

Landrat Stefan Löwl zog eine rundum positive Bilanz des dreitägigen Besuchs: »Ich freue mich, dass sich unsere Partnerschaft so vielfältig entwickelt. Immer mehr Gruppen und Menschen aus unseren beiden Landkreisen kommen miteinander in Kontakt, lernen sich kennen, tauschen sich zu den unterschiedlichsten Themen aus und lernen auch voneinander«. Die wichtige Erinnerungsarbeit, kombiniert mit der Verantwortung für das »Hier und Jetzt« sowie dem Ziel der Völkerverständigung und Freundschaft und der Einsatz für ein gemeinsames Europa sei dabei die verbindende Klammer.