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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 20. August 2018 · 03:14 Uhr
 
 
 

Neuer Geschäftsführer für das Helios Amper-Klinikum

Gerd Koslowski leitet ab 1. Februar die Kliniken in Dachau und Indersdorf

Klinik-Vorstand Marcus Sommer (li) und der neue Geschäftsführer, Gerd Koslowski. (Foto: A. Förster)

Noch ist der alte Geschäftsführer nicht offiziell weg, der neue aber schon da: Gerd Koslowskis Berufung zum neuen Leiter der Helios Amperkliniken AG und damit zum Nachfolger von Thomas Eberl wurde Mittwochmittag vom Aufsichtsrat der Helios-Amperkliniken AG bestätigt. Für die Mitarbeiter war es eine positive Nachricht, betonte Marcus Sommer, Vorstand der Amperklinken AG. Er selbst sei auch erleichtert gewesen, erklärte Sommer, hätte er doch im Falle einer längeren Suche nach einem Nachfolger übergangsweise selbst die Leitung der beiden Krankenhäuser in Dachau und Markt-Indersdorf übernehmen müssen. Eine Doppelrolle, die ihm nicht zusagte, da es jemand brauche, der sich gezielt um die operativen Aufgaben im Klinikalltag kümmere. Koslowskis rasche Verpflichtung als Nachfolger von Thomas Eberl, der im Dezember nach nur vier Monaten »aus privaten Gründen« seinen vorzeitigen Abschied zum 31. Januar verkündet hatte, war, sieht Sommer als einen reinen Glücksfall an. Es waren letztlich die privaten Kontakte von Karin Gräppi, Personalchefin der Helios GmbH, die zum unerwartet schnellen Erfolg führten. Gräppi und Koslowski kennen sich aus gemeinsamen Helios-Zeiten. Im Jahr 1997 begann Koslowski dort als Trainee und war dort zuletzt Geschäftsführer der Kliniken in Leisnig bei Leipzig und Kitzbühel. Über die Zwischenstation Landsberg am Lech kam er schließlich 2007 zurück an seinen Geburtsort München, wo er neun Jahr lang der Uni-Klinik als kaufmännischer Direktor vorstand. In diese Zeit fielen so wichtige Strukturprojekte wie das Konzept für den Campus Innenstadt und der Bau der Portalklinik sowie der Neubau der Haunerschen Kinderklinik und des neuen OP-Zentrums am Campus Großhadern.

 

»Pflege ist Chefsache«


Koslowski war in München politisch nicht unumstritten, wie er selbst bei seinem Antrittspressegespräch einräumte. Er verließ die Uni-Klinik bereits zehn Monate vor dem eigentlichen Vertragsende und heuerte einige Monate später bei der Sana Klinik Einkauf GmbH an, deren Sprecher er wurde. Als der Anruf aus Dachau kam, zögerte er nicht lange. »Die Tätigkeit bei einer Einkaufsgemeinschaft lag mir nicht so«, verrät der studierte Diplom-Kaufmann. Und versichert: »In der Klinik ist mehr Leidenschaft dabei«. Er wolle sich ziemlich zügig um das unzufriedene Pflegepersonal kümmern, das in den letzten Monaten für viel negative Presse gesorgt hatte. »Pflege ist Chefsache«, hatte er schon in der Sitzung des Aufsichtsrats verkündet. Er wolle sich aber erst mal einen Überblick verschaffen und dann gemeinsam mit der Ärzteschaft und der Pflegedienstleitung für Ruhe und Perspektive sorgen. Außerdem wolle er sich um die Nachfolge des im Herbst ausscheidenden Ärztlichen Direktors, Prof. Dr. Horst-Günter Rau, kümmern.