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Friday, 19. October 2018 · 17:18 Uhr
 
 
 

Bebauungsplan Edeka Neubau

Informationen aus dem Rathaus Petershausen

Statt EDEKA (rechts im Bild) wird am Pertrichplatz zukünftig ein PENNY-Markt stehen. (Foto: dek)

Am 15. Mai hat der Bauausschuss Petershausen mit seinem »Billigungs- und Auslegungsbeschluss« das Bauleit- und das Flächennutzungsplanverfahren für den neuen Edeka Markt auf den Weg gebracht. Zusammen mit dem Kindergartenneubau des St. Laurentius wird hier die Westhälfte unserer Ortsmitte entstehen. Für viele der schon jetzt mehr als 1.700 Menschen auf dieser Seite der Bahn ist damit ebenfalls eine fußläufige Versorgung gesichert. Nur fünf Minuten vom Pertrichplatz entfernt entsteht dann auch für sehr viele Mitbürger auf der anderen Seite der Bahn eine attraktivere und fußläufig erreichbare Versorgung.

Mit dem Erhalt des heutigen Edeka Standortes durch die geplante Ansiedlung von Penny, dem jetzt beginnenden Neubau des Rossmann und der Erweiterung des Aldi, wird ein regional außergewöhnlich attraktives Einkaufsangebot rund um unsere Ortsmitte entwickelt. Für unsere Laden-, Gewerbe und Dienstleistungsunternehmer bedeutet diese höhere Anziehungskraft die Chance auf mehr Frequenz, mehr Menschen und damit mehr potentielle Kunden.

Bereits nächstes Jahr soll ein sehr hochwertiger Markt mit 1.600 qm Verkaufsfläche, 150 qm Backshop und 150 qm Freischankfläche (Cafe) errichtet werden. Mit einer neuen Rad- und Gehweganbindung, 30 Fahrradstellplätzen und mehr als 100 PKW Stellplätzen mit jeweils mindestens 2,70 Meter Breite, ist der Markt für jeden barrierefrei bestens erreichbar. Natürlich sind auch Mutter (Vater) und Kind sowie behindertengerechte Stellplätze vorgesehen. Der Markt wird tief in den Boden des Hangs eingebaut, das Dach extensiv begrünt und die Anlage hochwertig mit Bäumen und Büschen gesäumt. Ziel ist es diesen Markt schon jetzt attraktiv und wenig störend in die bestehende und zukünftige Wohnbebauung zu integrieren.

In der sehr intensiven Vorarbeit wurden nicht nur der Planentwurf und die Änderung zum Flächennutzungsplan »Sondergebiet Mitterfeldstraße IV« erarbeitet. Wir haben mit einer Vielzahl an Fachleuten und den Partnerbehörden schon weit in die Zukunft gedacht: Im Rahmen der Arbeit an den Naturschutzrechtlichen Fragen wurden alleine vier geschützte Fledermausarten wie auch brütende Vögel entdeckt. Für diese wird auch zukünftig das Leben im gesamten Areal zwischen Vogelsiedlung und Jetzendorfer Straße gesichert sein.

Besonders viel Augenmerk wurde auch auf den weitest möglichen Erhalt der wunderschönen großen Bäume gelegt. Letzteres hatte sich als besonders schwierig herausgestellt, da diese teilweise dirket auf den Kanal gepflanzt wurden.

Für das gesamte Tal an der Jetzendorfer Straße wurde das Einzugsgebiet hinsichtlich Regenwasserentsorgung und Vorsorge für den Katastrophenfall außergewöhnlicher Starkregenereignisse untersucht. Hierbei wurde auch eine spätere Bebauung des im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Gebiets berücksichtigt.

Mit dem ebenfalls in Vorbereitung befindlichen Bebauungsplan Kindergarten wird dann schon im Vorgriff auf die nächsten Jahrzehnte ein großes Retentionsbecken zur Pufferung des Regenwassers gebaut. Damit ist der Schutz der Ortsmitte für außergewöhnliche Starkregenereignisse ganz erheblich ausgeweitet.

Mit großer Aufmerksamkeit wurden auch die Themen Lärm und Verkehr im Vorgriff auf alle bekannten zukünftigen Entwicklungen untersucht. Mit dem Bau des Edeka Marktes und der Kita wird die Kreuzung Ziegelei-/Jetzendorfer-/Mitterfeldstraße noch leistungsfähig genug sein. Allerdings muss bei Realisierung des bereits geplanten Ärztehauses rechtzeitig entweder die Umgehungsstraße oder ein Kreisel gebaut werden. Für Fußgänger und Radfahrer wird ein eigener Überweg zum Markt geschaffen. Auch werden bereits jeweils die ersten Abschnitte des Rad- und Fußweges zur Vogelsiedlung gebaut. Mit dem Kita Neubau entstehen auch die ersten 150 Meter des zukünftigen Radweges Richtung Jetzendorf.

» Insgesamt bin ich davon überzeugt, dass diese Aufwertung unseres Hauptortes das Leben in unserer Gemeinde noch attraktiver machen wird. Auch werden die bald mehr als 1.300 Menschen, die jeden Tag unsere P+R Flächen nutzen, durch dieses Angebot vielleicht gerne einen wertschöpfenden Beitrag in unserer Gemeinde leisten. Darauf freue ich mich«, so Bürgermeister Marcel Fath.