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Wednesday, 18. July 2018 · 18:33 Uhr
 
 
 

Saubere Luft, saubere Umwelt, saubere Energie

CSU Bundestagskandidatin Katrin Staffler besucht E-Werk

Besuch im E-Werk mit (von li) Claudia Kops, Michael Niedermair, CSU Bundestagskandidatin Katrin Staffler, Jürgen Schindler, Andrea von Haniel und Andreas Brandt. (Foto: CSU)

Auf dem diesjährigen Brauereifest in Haimhausen kamen die CSU Bundestagskandidatin Katrin Staffler und die Betreiberin der Haimhauser E-Werke Haniel, Andrea von Haniel, das erste Mal ins Gespräch. Um sich über die Themen »Energiepolitik und Energiewende« auszutauschen, sowie sich nach Problemen und Anliegen kleinerer Energieversorger zu erkundigen, besuchte Katrin Staffler gemeinsam mit der zweiten Bürgermeisterin und CSU Ortsvorsitzenden Claudia Kops, dem Senioren Union Ortsvorsitzenden Jürgen Schindler, dem stellvertretenden Ortsvorsitzenden der Jungen Union Andreas Brandt sowie Elke und Michael Niedermair das E-Werk Haniel Haimhausen.
Auf Ihrem Werksgelände, dem E-Werk 1 empfing und begrüßte Andrea von Haniel ihre Besuchergruppe. Sie berichtete, dass in Haimhausen bereits seit mehr als 100 Jahren Strom aus Wasserkraft erzeugt wird, inzwischen in der vierten Generation. Erzeugung, Netz und Vertrieb nach wie vor in einem Haus.

Andrea von Haniel begann mit einer geschichtlichen Einführung, dass ihr Onkel James Haniel von Haimhausen bereits im Jahr 1902 das erste E-Werk im Schloss-Park erbaute, E-Werk 2 und 3 wurden durch ihren Vater Günter Haniel von Haimhausen erbaut.

Nach der geschichtlichen Einführung, führte der erste Weg zum E-Werk 3, das 1986 in Ottershausen am Hirschgang erbaut wurde und ein sogenanntes »Überströmtes Kraftwerk« ist, da es zwei Stockwerke unter dem Mühlbach überströmt wird.

Weiter ging es zum E-Werk 2, das von den konventionellen Kraftwerken das Kleinste ist. Das E-Werk am Schwebelbach erzeugte den Strom auch zum Betreiben des Mahlwerks, der Mahlbetrieb wurde 1969 eingestellt. Das vierte Kraftwerk, die Wasserkraftschnecke, wurde 2016 an einem Seitenarm des Schwebelbachs bei der Marienmühle durch Andrea von Haniel erbaut. Die Anlage, die Wasserkraft in Energie umwandelt, versorgt 22 Haushalte mit lupenreinem Ökostrom. Damit können im Jahr etwa 78.000 Kilowattstunden Ökostrom erzeugt werden.

Bei der anschließenden Diskussion im Konferenzraum des E-Werkes ging es um Themen wie: Die kleinen integrierten Strombetriebe sollen erhalten werden (Erzeugung, Netz und Vertrieb). Weniger Bürokratie: Deutschland muss nicht die EU-Vorgaben zu 120% umsetzen, 100% reichen. Intelligente Smartmeter (Strommessgeräte) bringen außer Kosten für den Normalbürger nichts. Das Gesetz muss nachgebessert werden.