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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 20. April 2019 · 18:37 Uhr
 
 
 

Experten für ein prima Klima

Fachbetrieb für erneuerbare Energien setzt auf Sonne und Holz

Das Frey-Bad-Team Florian Hartmann (li) und Stefan Löffler setzt auf regenerative Energien: Sonne und Naturbrennstoffe aus der Region (Foto: Frey-Bad)
 

Als die Profis für erneuerbare Energien, Florian Hartmann und Stefan Löffler, 2014 das Traditionsunternehmen Frey Bad in der Grubenstraße übernahmen, entstand eine Vision: Neben dem Umbau von Bädern zu Wohlfühl­oasen und der altersgerechten Sanierung von Immobilien sollte ökologisches Handeln zu ihrem Markenzeichen werden. Die Begründung liegt für Florian Hartmann klar auf der Hand: »Wir alle müssen uns dem Klimawandel entgegenstellen und dafür sorgen, dass da, wo es in unserer Verantwortung liegt, CO2 eingespart wird.« Diese Vision haben Löffler und Hartmann die letzten vier Jahre konsequent in ihrem Fachbetrieb für Sanitär, Heizung und Klima umgesetzt.
Die Anlagentechniker für Sanitär, Heizung und Klima wissen: Eine positive Ökobilanz beginnt beim Energieträger. Holz ist ein regional nachwachsender Rohstoff, der vor der Haustür verarbeitet und zum Endverbraucher gebracht wird. Die Verbrennung von Holz ist klimaneutral, selbst die Asche kann als Dünger im eigenen Garten verwendet werden. Hartmann und Löffler sind begeistert von den Möglichkeiten zur CO2-Einsparung, die die Verwendung des Energieträgers Holz bietet.
Laut Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pelletverbands (DEPV) sind Holzpellets ein ressourcenschonender Brennstoff. Ungefähr 85 Prozent stammen aus Holzspänen, die in Sägewerken bei der Produktion von Schnittholz anfallen. Nur bei einem kleinen Teil des Ausgangsmaterials handele es sich um Rohholz, allerdings um minderwertige Stammteile, die nicht eingesägt werden können. Über die Anlage von Energiewäldern werde gegenwärtig die Rohstoffbasis auf landwirtschaftlichen Flächen verbreitert. Auf diese Weise gebe es auch in der Zukunft eine stabile Basis für eine gesicherte Versorgung mit Holzpellets.Von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas, deren Quellen irgendwann versiegen werden, haben sich die Profis von Frey-Bad längst verabschiedet. »Das würde bedeuten, das Klimarisiko an nachfolgende Generationen weiterzugeben«, sagt Hartmann. Tatsächlich werde mit den fossilen Energieträgern Luft, Boden und Gewässer mit Abfallstoffen aus der Verbrennung belastet, überdies sei der Abbau und der Transport von Öl und Gas aus ökologischer Sicht höchst problematisch.
Hartmann und sein Kompagnon Löffler sind sich einig: »Aus Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkel wollen wir die Nutzung regenerativer Energie noch bekannter machen und in unserem Umfeld möglichst viele Hausbesitzer von den Vorteilen von solarunterstützter Heizung und Warmwassererzeugung überzeugen.«Die Sonne liefert im Jahr etwa das Zehntausendfache des Weltenergiebedarfs und somit mehr als alle verfügbaren Energiereserven zusammen. Ohne offenen Fragen der Endlagerung strahlender Abfälle, ohne Gefahren von Umweltkatastrophen und das vor allem praktisch vor der eigenen Haustüre: auf dem Dach.Durch staatliche Förderprogramme amortisieren sich die Kosten für Solaranlagen im Zeitraum von fünf bis acht Jahren. Die Wahl der Hersteller der von Hartmann und Löffler verbauten Heizanlagen und Solarkollektorsysteme erfolgt nach den Kriterien von Nachhaltigkeit in der Produktion.