Gastronomie, KVD-Galerie und die Büros sind bereits ausgezogen – in wenigen Tagen ist es nun soweit: Die Arbeiten zur Brandschutzsanierung in der Schranne beginnen.
Diese ist notwendig aufgrund umfangreicher Mängel, die teils auf Fehlplanungen, teils auf eine unsachgemäße Ausführung der vor über 20 Jahren erfolgten Umbaumaßnahmen des Bestandsgebäudes – zunächst zur Markthalle und kurze Zeit später zu Galerie, Gaststätte und Büros – zurückzuführen sind. Die Mängel im Brandschutz betreffen insbesondere die elektrischen und raumlufttechnischen Anlagen sowie die raumabschließenden Bauteile. Hinzu kommen teilweise statische Mängel bei der Holzbalkendecke über dem 2. OG und einer historischen Treppe. Die bestehenden Trinkwasser- und die Heizungsleitungen müssen ebenfalls erneuert und der über die Jahre feucht gewordene Hausanschlussraum verlegt werden. Die Stadt ist gesetzlich dazu verpflichtet sind, in der Schranne die aktuellen Brandschutzanforderungen zu erfüllen; eine Sanierung im laufenden Betrieb ist nicht möglich.
Als vorbereitende Maßnahme wurde die wiederverwendbare Ausstattung bereits ausgebaut und eingelagert. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen mit dem Rückbau der technischen Anlagen, einer statischen und brandschutztechnischen Ertüchtigung sowie einer Neuerrichtung der technischen Anlagen. Abschließend findet der Innenausbau bzw. Wiedereinbau des Mobiliars statt. Es handelt sich um eine komplexe Baumaßnahme: Neben den technischen Gewerken wie Heizung, Lüftung, Sanitär, Kälte und Elektro sind auch Baumeister, Zimmerer, Dachdecker, Fliesenleger, Fensterbauer, Metallbauer, Maler, Bodenleger, Trockenbauer und Gerüstbauer beteiligt.
Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt über die Pfarrstraße von Osten her; dabei bleibt die Pfarrstraße als Feuerwehrzufahrt auf einer Breite von 3,50 m durchgängig befahrbar. Die neue Halteverbotszone an der Pfarrstraße gilt von Montag bis Freitag zwischen 7 und 17 Uhr.
Während der Bauphase können die Wochenmärkte am Mittwoch und Samstag auf dem Schrannenplatz weiter uneingeschränkt stattfinden.
Mit einem Abschluss der rund 6,4 Mio. Euro teuren Brandschutzsanierung rechnet die Stadt derzeit in der ersten Hälfte 2027, sofern während der Arbeiten keine weiteren Mängel entdeckt werden und den beteiligten Firmen ausreichend Personal und Material zur Verfügung steht