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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 27. November 2021 · 21:39 Uhr
 
 
 

Warnung der VR Bank

Kriminelle geben sich als Bankmitarbeiter aus

Niemals Bankdaten am Telefon herausgeben, am besten sofort auflegen. (Foto: pexels.com)

Um ihre Kundinnen und Kunden vor Betrügern am Telefon und im Internet zu schützen, informiert die Volksbank Raiffeisenbank Dachau über deren Tricks und Vorgehensweisen. Gerade in letzter Zeit sind in der Presse mehrere solche Fälle geschildert worden. Die Kriminellen behaupten unter verschiedenen Vorwänden, im Namen der Bank des Kunden anzurufen. In einigen Fällen wurde der Anruf von den Betrügern vorab per SMS, WhatsApp oder Email angekündigt. Der Anrufer verlangt, dass der Kunde eine Testüberweisung durchführt und dabei eine TAN freigibt. Die Betrüger nutzen diese TAN dann für eine Echtzeitüberweisung, die nicht mehr widerrufen werden kann.

Manche Betrüger verschicken auch täuschend echt aussehende Briefe »im Namen der Bank« und bringen Kunden dazu, ihre gefälschten Internetseiten aufzurufen. Die so übermittelten Daten nutzen die Betrüger, um im Namen des Kunden einen neuen Freischaltcode für das vom Kunden genutzte TAN-Verfahren zu beantragen. Wenn dieser Freischaltcode nun den Betrügern mitgeteilt wird, haben diese vollen Zugriff auf die Konten der Kunden.

Um der aktuellen Bedrohung zu begegnen, wurden die Standards interner Betrugswarnsysteme angepasst. Dadurch kann es momentan vermehrt dazu kommen, dass Echtzeitüberweisungen abgelehnt werden. Thomas Höbel warnt: »Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein und geben Sie keine Daten weiter! Legen Sie einfach auf.« Es sei nicht üblich, dass Bankmitarbeiter ihre Kunden nach einer PIN oder TAN fragen. Aus diesem Grund sollten am Telefon oder auf anderen Wegen keinesfalls Daten weitergegeben werden. Bei einer TAN-Freigabe sollte der Kunde unbedingt die IBAN und den Betrag prüfen. »Sollte Ihnen etwas komisch vorkommen, brechen Sie die Transaktion lieber ab«, so Thomas Höbel.

Falls es doch passiert, dass jemand seine Daten bereits preisgegeben hat, so muss er umgehend sein Online-Banking sperren lassen. Bei diesen Betrugsfällen ist der Schaden durch keine Versicherung gedeckt. Auf der Homepage der Volksbank Raiffeisenbank Dachau findet man Notrufnummern und den Link »Karten und Online-Banking sperren«.