Die Münchner Wochenanzeiger sind mit dem Medienpreis „Durchblick” ausgezeichnet worden.
Mit seinem nommierten Preis würdigt der Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA) bereits seit 20 Jahren herausragende publizistische Leistungen der Branche.
Die Wochenanzeiger wurden für Elisabeth Schönbergers Serie zur Häuslichen Gewalt (3. Preis in der Kategorie Leser- und Verbrauchernähe) und für ihre Ausgabe zum 100-jährigen Jubiläum (2. Preis in der Kategorie Beste Vermarktungsidee) geehrt.
„Lokaljournalismus bietet Orientierung, vermittelt Wissen und Hintergründe, ermöglicht Teilhabe, steht für Transparenz und Themenvielfalt und schafft soziale Identifikation und Nähe“, sagte Ralph Spiegler, Erster Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, in seiner Laudatio vor rund 200 Gästen im Steigenberger Hotel Am Kanzleramt. „Lokaljournalismus ist eine wesentliche Säule der lokalen Demokratie. Dort, wo es aktiven Lokaljournalismus gibt, ist die Wahlbeteiligung höher, sind die Nachwuchssorgen für politische Ämter geringer, ist die Bürgergesellschaft engagierter.“ Es liege auf der Hand, dass – gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen – vor Ort Kommunalpolitik und Lokaljournalismus konstruktiv zusammenarbeiten müssen.
Der BVDA-Vorstandsvorsitzende Alexander Lenders hob die korrespondierenden Anliegen und Zielsetzungen der kommunalen Interessenvertretung und des BVDA hervor: „Sie sind eine starke Stimme der deutschen Städte und Gemeinden im Bund, im Land und in Europa. Die kostenlosen Wochenzeitungen sind die starke Stimme der Menschen vor Ort. Wir bieten redaktionelle und werbliche Informationen aus der Region für die Region. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sensibilisiert die Entscheidungsträger für die Anliegen der Kommunen, er ist Repräsentant, Interessenvertretung und Informationsbörse.“ Insofern freue er sich darüber, dass mit Spiegler ein Repräsentant dieser wichtigen Institution die publizistischen Leistungen kostenloser Wochenzeitungen würdige. Der Durchblick-Preis habe sich in den 20 Jahren seines Bestehens als feste Größe etabliert, in der Jahr für Jahr Vielfalt, Qualität und Bürgernähe der kostenlosen Wochenzeitungen im Mittelpunkt stünden.