20.49°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 18. September 2021 · 17:45 Uhr
 
 
 

Live-Abriss der »Letzten Mauer«

Kunstperformance markiert den Abschluss der Abrissarbeiten

Am Mittwoch, den 8. September, fiel die letzte Mauer auf dem MD-Gelände. (Foto: Isaria)

Für die ehemalige Dachauer Papierfabrik ist Mittwoch, der 8. September um 11 Uhr, ein historisches Datum: Mit dem Abriss des ehemaligen Feuerwehrhäuschens verschwindet das letzte Gebäude auf dem Gelände des zukünftigen Mühlbachviertels. Alle anderen Objekte wie die alte Kalanderhalle bleiben erhalten, werden im Zuge der Neubebauung saniert und mit neuen Nutzungskonzepten für die Dachauer zugänglich gemacht. In den kommenden Wochen wird der Boden unterhalb des abgerissenen Feuerwehrhäuschens, das in den letzten Jahren als Garage für Baumaschinen genutzt wurde, saniert.

Die Projektentwicklungsgesellschaft Isaria und die Deutsche Wohnen machten den Abbruch in Zusammenarbeit mit dem Verein für Kunst und Kultur Outer Circle e.V. zu einer eindrücklichen Kunstperformance. Die Künstler Johannes Wirthmüller und Adrian Till prägten zusammen mit anderen Graffiti-Künstlern in den letzten Jahren den Charakter des Geländes. Deshalb wollte der Geschäftsführer der Isaria, David Christmann, den beiden Künstlern die Gestaltung der letzten Mauer ermöglichen. Diese Gelegenheit ließen sich die Künstler nicht nehmen: »Uns war diese Arbeit wichtig. Unsere Kunst markiert einen Wandel. Wir stellen eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft her, geben Orten ein Bewusstsein und würdigen ihre Geschichte. Auf der letzten Mauer haben wir nochmals die Maschinen der Papierfabrikation künstlerisch dargestellt und das Gemälde Sepp Baur und Friedrich Thoma gewidmet, die als ehemalige Mitarbeiter der Fabrik, den bisherigen Rückbau mit begleiteten«, so Johannes Wirthmüller und Adrian Till.

David Christmann und Projektleiter und Prokurist Michael Gerstner freuen sich auf die verantwortungsvolle Aufgabe: »Wir werden mit großem Fingerspitzengefühl ein nachhaltiges Stadtquartier entwickeln und aus einem ehemaligen Industriestandort ein lebendiges und attraktives Zentrum machen, das die Dachauer Altstadt bereichern wird. Ein großes Plus der Projektentwicklung ist auch, dass die Stadt Dachau mit der Deutsche Wohnen einen langfristigen Partner an der Seite hat, der auch in Zukunft Verantwortung für den Standort übernehmen und die Wohnungen in seinen Bestand übernehmen wird«, so David Christmann.