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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 13. May 2021 · 02:06 Uhr
 
 
 

Burgstaller Privatgarten

Vom Gartentraum zum Traumgarten

„Ihr Gartenparadies - unsere Leidenschaft“, betont Werner Burgstallers Partner Moritz Fahn… im Bild oben mit sei- nen Mitarbeitern Reinhard und Thomas sowie Praktikant Thomas und unten, sitzend, mit seinem Auftraggeber Wolfgang Laubach, der sich über den zügigen Fortgang seines Gartentraums zum Traumgarten sichtlich freut. (Foto: Öxler)

Mitte letzten Jahres sei ihr Haus fertig gestellt worden, erzählte mir Wolfgang Laubach am Montagvormittag, und im Herbst hätten sie dann das Burgstaller-Team mit der Anlage ihres Gartens beauftragt. Ganz zufällig habe er zuvor  in der Nachbarschaft ein Burgstaller-Team bei der Arbeit beobachtet und das, was er dort sah, habe ihm zugesagt. Moritz Fahn, seit gut zwei Jahren Werner Burgstallers Geschäftspartner, hat dann den Auftrag übernommen, sich Gedanken gemacht, einen Plan gezeichnet und dann noch im alten Jahr mit seinem Team die vorbereitenden Arbeiten in Angriff genommen. Vorbereitende Arbeiten? Ja, rings um das in Holzständerbauweise errichtete Fertighaus sei ja erst mal der Aushub fachgerecht zu entsorgen und eine Feinplanie anzulegen gewesen. Platz schaffen, sozusagen, bevor sie jetzt, hier in Bachern, täglich die Ärmel aufkrempeln konnten. Und wenn’s Wetter mitspielt halt… lachte er. Ein gutes Stichwort, denn meine Stippvisite begleiteten blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. So setzten sich Moritz Fahn und ich, nach einem kurzen Rundgang auf die Holzplanken einer großen Terrasse, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden: ein paar Minuten innehalten, Sonne tanken und über ein paar Besonderheiten dieses Privatgartens zu sprechen. Den zum Teil bereits verlegten Rollrasen musste mein Gesprächspartner nicht betonen. Auch die »Einfriedung« der Rasenfläche mit einer Stück an Stück verlegten Kopfsteinpflasterlinie als Mähkante für den Automower nicht. Dass aber, nur mal beispielsweise, das Garagendach und die Mülltonnen-Boxen begrünt werden sollen, wäre mir entgangen. Und auch den „Pflanzkasten“ an einer zweiten, kleineren Terrasse mit direktem Zugang von der Küche hatte ich nicht korrekt interpretiert, wie mir der Gartengestalter umgehend verriet. Es handle sich um ein Hochbeet, speziell für Küchenkräuter angelegt und mit Cortenstahl – einem wetterfesten Stahl, der Edelrost ansetzt – ummantelt. Ins Auge gestochen ist mir allerdings ein mit wuchtigen Gneisquadern terrassierter Lichthof, der später bepflanzt einen schönen Ausblick vom Souterrain ermöglicht. Ein sehr schönes Spiel mit Formen und Materialien, bemerkte ich, während ich mir Notizen machte. Ja, das habe auch seinen Auftraggebern gefallen, meinte Moritz Fahn, und betonte, dass sie ihm diesbezüglich freie Hand lassen. Wie auch bei der „Zaunlösung“, ergänzte er, der ihnen wie auch dem Nachbarn einen außergewöhnlichen wie auch harmonischen Sichtschutz bietet: Zwischen Granitstelen reihen sich wechselweise rhythmisch Paneele aus heimischer Lärche und Paneele mit immergrüner Efeubepflanzung. Hatte ich so noch nicht gesehen, gefiel mir aber auf Anhieb. Schade, dass ich jetzt zwar sämtliche bautechnische Maßnahmen sehen konnte, nicht aber wie dieser Garten dann bepflanzt aussieht. Denn gleich nach Ostern, so Moritz Fahn, werde er mit seinem Kunden zur Baumschule fahren und mit ihm gemeinsam Bäume, Sträucher, Gräser und noch andere Pflanzen aussuchen… Vorbildlicher­ ­Service, wie ich meine. Ebenso, dass sich das Duo Burg­staller/Fahn des Nachwuchses im GaLa-Bau annimmt. Ein »Frischling«, sprich: Azubi, habe im Herbst erst ausgelernt, so Fahn, zwei weitere befänden sich derzeit in Ausbildung. Respekt!