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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 18. September 2021 · 17:59 Uhr
 
 
 

Kriminalkommissar Dietz warnt

AWO Dachau nimmt seine Arbeit wieder auf

Der Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt Dachau kann endlich seine Arbeit wieder aufnehmen. Die neu gewählte AWO-Vorsitzende Renate Kiermair begrüßte kürzlich neben zahlreichen Mitgliedern und Interessenten Josef Dietz, Kriminalhauptkommissar von der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck.

Dietz ist als Fachberater für Kriminalprävention ausgewiesen. Zum Thema Vorbeugung und Schutz vor Straftaten hat er den weiten Bereich der Internet-Kriminalität umfassend dargestellt. Leider haben die Schadensfälle weiter zugenommen. Ein grundsätzlicher Rat ist immer, besonders vorsichtig zu sein und Rat und Hilfe bei der Kriminalpolizei einzuholen.

Dietz schilderte wie höchst private Fotos zu finanzieller Erpressung und Beleidigungen mit übler Nachrede missbraucht wurde. Weiterhin warnte er vor mangelnder Vorsicht bei der Erstellung, Aufbewahrung und Gebrauch von Passwörtern. Auch beim Einkauf im Netz ist größte Vorsicht angesagt, insbesondere sollte nie eine Vorauszahlung akzeptiert werden. Wenn die Betrüger weit entfernt im Ausland sitzen, kann oft auch die deutsche Polizei und Justiz nicht mehr schützen.

Als fast unglaublich schilderte Josef Dietz Fälle, in denen Deutsche Unsummen an Betrüger überwiesen haben. So betonte er, dass die »Nigeria Connectio«n im Laufe der Jahre an die neun Milliarden Euro aus Deutschland erschwindelt habe. Die Opfer sind oft ungeheuer leichtgläubig und halten erfundene Erbschaften für wahr. Mit »Romance Scanning« werden gerade Frauen finanziell ausgenommen, die einen Partner suchen.

Den Betrugsmöglichkeiten sind nahezu keine Grenzen der Fantasie gesetzt. Es gilt dreifach vorsichtig zu sein.

Eine rege Fragerunde mit Diskussion setzte ein. Manche AWO-Mitglieder hatten auch schon Kontakt zu solchen Betrugsversuchen gehabt. Die Kriminalpolizei steht dazu immer mit Rat und Tat bereit.