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Friday, 20. May 2022 · 15:43 Uhr
 
 
 

Impressionen in Lila

Amper-Klinikum setzt farbiges Zeichen zum Weltpankreastag

Amper-Klinikum setzt farbiges Zeichen zum Weltpankreastag (Foto: Helios)

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die vierthäufigste Todesursache in Europa. Das Pankreaszentrum am Helios Amper-Klinikum Dachau will auf die bösartige Krebserkrankung aufmerksam machen und beteiligt sich am 18. November mit einem lila Lichtspiel am diesjährigen Weltpankreastag.

22 Scheinwerfer vor dem Gebäude machen’s möglich: Das Amper-Klinikum erstrahlt in Lila. Mit dieser Aktion beteiligt sich das Krankenhaus am Weltpankreastag, der in diesem Jahr am 18. November stattfindet. Weltweit leuchten an diesem Tag auf Initiative der Selbsthilfegruppe Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (TEB) zahlreiche Gebäude und Sehenswürdigkeiten in Lila, der offiziellen Farbe des Weltpankreastages.

Hierzulande erkranken pro Jahr rund 20.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Erkrankung tritt häufig zwischen dem 65. und 85. Lebensjahr auf. »Leider gibt es noch keine spezifischen Vorsorgeuntersuchungen. Nicht selten werden Bauchspeicheldrüsentumore erst dann diagnostiziert, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist«, erklärt Professor Axel Kleespies, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Onkologischen Chirurgie und Leiters des Cancer Centers am Standort Dachau. Als Zeichen der Verbundenheit mit den Patienten tragen auch die Mitarbeitenden des Pankreaszentrums Dachau an diesem Tag die Farbe Lila.

Maßgeschneiderte Therapien

Bauchspeicheldrüsenkrebs hat eine vergleichsweise schlechte Prognose. Nur die rechtzeitige Diagnose, Operation und Therapie von Pankreastumoren kann zur Heilung führen. »Umso wichtiger ist die frühzeitige Erkennung kleiner Tumore und ihrer Vorstufen. Eine Verzögerung der Diagnostik muss unbedingt vermieden werden«, so Kleespies. Beschwerden wie Appetitverlust, Oberbauchbeschwerden und ungewollter Gewichtsverlust sind erste Alarmzeichen, die dringend ärztlich abgeklärt werden sollten. »Die radiologische und endoskopische Bildgebung mittels MRT, CT und Endosonographie sind heute so verbreitet und qualitativ hochwertig, dass wir auch versteckte und frühe Bauchspeicheltumore gut identifizieren können. Wichtig ist nur, dass jemand diese speziellen Untersuchungen rechtzeitig anordnet und durchführt.«

Operationen an der Bauchspeicheldrüse zählen wegen ihrer Nähe zu lebenswichtigen Organen und Blutgefäßen zu den schwierigsten im Bauchraum. Sie dürfen nur in wenigen Krankenhäusern mit entsprechender Expertise durchgeführt werden. Das Pankreaszentrum am Helios Amper-Klinikum Dachau hat diese Expertise und erfüllt besonders hohe Qualitätskriterien. Es wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) hierfür schon mehrfach zertifiziert.

»Chirurgische Eingriffe bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sollten immer in einem spezialisierten Zentrum erfolgen«, erklärt Professor Kleespies, der das Pankreaszentrum in Dachau leitet. Um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten, arbeiten im Cancer Center alle medizinischen Fachbereiche aus Diagnostik und Therapie eng und vertrauensvoll zusammen. »So können wir jedem Patienten eine speziell auf seine Erkrankung abgestimmte maßgeschneiderte Therapie anbieten«, erläutert Professor Kleespies.