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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 16. October 2018 · 16:00 Uhr
 
 
 

Bilderbuch-Baustelle

Dach-Projekte im Aufhausener Feld

Gibt sich gelassen: Hannes Tous, Spenglermeister und Geschäftsführer der Tous GmbH (Foto: Öxler)

Anfang 2015 wurde es der Öffentlichkeit präsentiert, Ende 2016 prognostizierte Rathaus-Chef Harald Mundl für das Neubaugebiet »Aufhausener Feld« bereits 250 bis 300 Neubürger und zwischenzeitlich ist die Baumaschinerie dort in vollem Gange. Auf einer Großzahl der 71 ausgewiesenen Grundstücke geben sich Architekten, Planer und Handwerker aller Gewerke quasi die Klinke in die Hand. Lkw, Transporter, Betonsilos und Kräne flankieren die einzelnen Baustellen. Und mitten drin habe ich am Montag Hannes Tous getroffen, der dort zwei Häuser, die größten übrigens, betreut. Während eines seiner Teams vergangene Woche in Ampermoching die Giebelseite eines in die Jahre gekommenen Stadels erneuerte, genauer die veralteten Faserzementplatten entsorgten und durch Blech ersetzten, stellen die anderen derzeit in Weichs zwei Komplettdächer auf: Dachstuhl mit Gauben… Isolierung… Spenglerarbeiten… Eindeckung… und das Ganze mal zwei. Jeweils neun Wohneinheiten würden hier entstehen, erzählte mir Spenglermeister und Geschäftsführer Hannes Tous. Und wie ich bei der anschließenden Baubegehung, äh: Gerüstkraxelei sehen konnte, schöne, helle und großzügig geplante. Gut, ein wenig Fantasie braucht’s schon, befinden sich diese beiden Häuser doch noch im Rohbauzustand. Aber der Zeitpunkt meiner Besichtigung war günstig: Während eins der beiden Häuser bislang nur von der obersten Betonplatte »gekrönt« ist, steht auf dem anderen bereits der fix und fertige Dachstuhl. Zudem konnte ich den Tous-Mannen beim Isolieren der Dachflächen und Gauben über die Schulter schauen. Als nächstes seien dann die Spengler dran, meinte Hannes Tous, bevor schlussendlich eingedeckt werde. Gott sei Dank sei die Witterung bisher stabil, schon früh im Jahr. Ja, sie kämen gut voran. Letzteres murmelte er mehr in sich und schaute auf die Uhr. Auf meine Frage hin, ob er es eilig habe, lachte er lauthals. Immer, gleich nach unserem Gespräch müsse er schleunigst wieder ins Büro, Kalkulationen und so, das nächste Projekt stünde auch bereits an. Ach ja - die Tiefgaragenisolierung der beiden Häuser im Weichser Neubaugebiet hätten sie ebenfalls übertragen bekommen. Also, alles in allem, ein großer Auftrag? Schon, meinte Dachprofi und seine Augen blitzten. Ich wusste ja von meinen letzten Treffen mit ihm, dass er generell nicht gern viele Worte macht, aber seine Mimik verriet mir genug... 
Übrigens: Die beschriebene Baustelle ist nicht nur des Umfangs wegen eine besondere für die Tous GmbH. Da sie sich in unmittelbarer Nachbarschaft – nur ganze 100 Meter Luftlinie vom Weichser Firmensitz – befindet, sind auch die täglichen Wege kurz. Ob dies der einzige Grund dafür ist, dass die Dach-Profis im »Aufhausener Feld« schon etliche der Häuser eingedeckt haben?