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Wednesday, 16. October 2019 · 23:38 Uhr
 
 
 

Park+Ride-Anlage

Nach Erweiterung Platz für 1.349 Fahrzeuge

Freigabe der neuen Parkplätze mit (von li) Daniel Stadelmann , Eckhard Emmel (Landschaftsarchitekt, Planer der P+R Erweiterung), BGM Marcel Fath und Landrat Stefan Löwl. (Foto: Petershausen)

Das Kommunalunternehmen der Gemeinde Petershausen hat am Ende September nach einer Bauzeit von einem halben Jahr 267 neue Stellplätze für den Betrieb freigegeben. Am Standort Petershausen haben die P+R Anlagen nun eine Kapazität von 1.349 Fahrzeugen.

Bereits im November 2013 hat der vorherige Gemeinderat dem Kommunalunternehmen Petershausen grünes Licht für einen Erweiterungsbau der bereits übervollen P+R Anlage an der Ziegeleistraße in Petershausen gegeben. Nach langwierigen Verhandlungen mit Behörden und Grundstückseigentümern sowie unter Einbeziehung der Nachbarn konnte am 7. November 2018 der notwendige Bebauungsplan als Satzung Rechtskraft erlangen. Hierauf folgte am 24. November 2018 der Spatenstich. Die Objekt- sowie die Bauleitplanung für die Erweiterung der bestehenden P&R Anlage am Ende der Ziegeleistraße wurde vom Büro EGL GmbH Landshut unter der Leitung von Eckhard Emmel durchgeführt. »Die ausgeschriebenen Bauleistungen liegen bei rund 735.000 Euro zuzüglich Baunebenkosten von rund 43.000 Euro. Die Grunderwerbskosten inklusive der für die Ausgleichsflächen nötigen Umgestaltungskosten sowie die Auslagen für die Bauleitplanung führen mit zirka 200.000 Euro zu Gesamtkosten von 978.000 Euro netto. Zuschüsse der Regierung von Oberbayern sowie der Landeshauptstadt München sind in Höhe von knapp 880.000 Euro zugesagt. Die Auslastung der Anlage, die zu fast 90 % von Pendler aus den benachbarten Gemeinden angefahren wird, rechtfertigt diese Investitionskosten. Wir hoffen auf eine breite Akzeptanz bei den Nutzern«, so Daniel Stadelmann, Vorstand des KUP in seiner Ansprache zur Eröffnung.

Die Unterstützung der Staatsregierung zum Bau der notwendigen Umgehungsstraße sei notwendig, so der Bürgermeister. Mit den in Petershausen abgestellten Fahrzeugen könnte eine CO² Reduzierung von rund 19 Tonnen am Werktag erreicht werden. Landrat Stefan Löwl sagte dem Bürgermeister seine Unterstützung für eine überregionale Planung von Zubringerstraßen zu und dankte der Gemeinde sowie dem Kommunalunternehmen für den Ausbau der Anlage. Gerade in die aktuelle Zeit passe der Umstieg auf den ÖPNV. Auch in Zukunft wird das Kommunalunternehmen an einer besseren Ausgestaltung der Parkplätze arbeiten. Eine Anzeige über freie Stellplätze in Echtzeit soll zukünftig den Suchverkehr erleichtern und eine vereinfachte Stellplatzsuche ermöglichen.