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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 9. December 2018 · 23:25 Uhr
 
 
 

Spitzenpolitiker Albert Duin

Wahlkampfauftritt beim FDP-Kreisverband

FDP-Spitzenpolitiker Albert Duin kam Ende September zum Kreisverband nach Indersdorf. (Foto: FDP)

Am Freitag, den 28. September, kam das liberale Urgestein Albert Duin auf Einladung des FDP-Kreisverbandes Dachau in den Gasthof Funk nach Kloster Indersdorf. Nach Daniel Föst (Landesvorsitzender und MdB) war das innerhalb von nur wenigen Tagen der zweite liberale Spitzenpolitiker, der den Dachauern seine Aufwartung machte. Albert Duin war von 2013 bis 2017 Vorsitzender der bayerischen FDP und ist aktuell Zweitplatzierter auf der FDP-Liste für die Landtagswahl 2018. Mit von der Partie waren unter anderem Dr. Frank Sommerfeld, Spitzenkandidat im Landkreis zur Landtagswahl, Lukas Brunner, Spitzenkandidat im Kreis für den Bezirkstag, RA Jürgen Seidl, Stadt- und Kreisrat aus Dachau und Prof. Dr. Christian Stangl, FDP-Kreisvorsitzender aus Haimhausen.

Zunächst begrüßte Frank Sommerfeld die Zuhörer, darunter auch einige Nicht-Parteimitglieder, und stellte sein Programm vor (Näheres unter www.franksommerfeld.de). Benannt wurden vom praktizierenden selbstständigen Orthopäden konkrete Ansatzpunkte für zupackendes Handeln, gerade in der Gesundheitspolitik und hier der ärztlichen Versorgung im vernachlässigten ländlichen Raum. Ein Statement war auch, dass es nicht die Zukunft in diesem Land sein könne, dass einer morgens aufsteht und etwas unternehmen möchte und gleichzeitig acht Kontrolleure sich auf den Weg machen, um diesen einen zu überwachen - von der Bezahlung dieser acht Kontrolleure gar nicht zu reden.

Albert Duin ist seit Jahrzehnten als Münchner Unternehmer international unterwegs. Er geißelte in seinem persönlichen und mitreißenden Vortrag die Knebelung aller im Lande, die etwas bewegen, etwas schaffen oder unternehmerisch aufbauen möchten. Er führte viele konkrete Beispiele aus seinem Betrieb an, wo Ausbildung, Integration von Flüchtlingen, Motivation und Belohnung der Mitarbeiter und andere gut gemeinte und eigentlich mitarbeiterfreundliche oder integrationsfördernde Maßnahmen bürokratisch oder steuerlich so erschwert werden, dass sie ihren Sinn verlieren und im schlimmsten Fall sogar einen Keil zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer treiben. Auf jeden Fall demotiviere die völlig an der betrieblichen Praxis und damit an den Menschen vorbeigehende Regelungswut jeden unternehmerisch denkenden und handelnden Akteur, so Duin.

Und, dieses Grundübel der aktuellen Politik lasse sich auch auf andere Problemfelder übertragen, wie Wohnen, Bildung, Digitalisierung, Rente, Pflege ...

Unterschiedlicher Auffassung waren Sommerfeld und Duin beim Thema dritte Startbahn am Münchener Flughafen (Sommerfeld klar dagegen, Duin klar dafür), aber alle Anwesenden freuten sich über diese lebendige auch innerparteiliche Streikultur und Demokratie.