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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 24. September 2017 · 17:54 Uhr
 
 
 

Positive Entwicklung und Blick auf die Zukunft

49. Vertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG

Magic Maxl verzauberte die Gäste, er ließ nicht nur Karten, sondern auch Radieserl und Brezn verschwinden. (Foto: VR Bank)

Mit seinen Zauberkunststücken verblüffte Magic Maxl die rund 100 Vertreterinnen und Vertreter sowie die geladenen Gäste auf der 49. Vertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG. Der zehnjährige Maximilian Schmalhofer aus Dachau war der heimliche Star. Mit verschwundenen Brezelstücken und Radieschen zauberte er eine heitere Stimmung in den ASV-Theatersaal.

Dass die Stimmung gut war, zeigte auch die Versteigerung der NANA, einer bunten Skulptur aus Pappmache, die Jugendliche aus der Werkklasse der Johannes-Neuhäusler-Schule geschaffen haben. Vorstandssprecher Thomas Höbel schlug sie für 1.400 Euro an den Münchner Gastronomen und Hotelier Stefan Grosse zu. Das Geld fließt an die Werkklasse für neue Projekte.

Wie der Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 zeigte, ist die Entwicklung der Genossenschaftsbank mit einer gestiegenen Bilanzsumme von 1 Mrd. 833 Mio. Euro und 1.394 neu gewonnenen Mitgliedern positiv. Die Dachauer Genossenschaftsbank hat derzeit 34.170 Mitglieder.

Dass sie sich trotz des Erfolges auf rauere Zeiten einstellen muss, brachte bereits der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolaus Widmann zum Ausdruck: »Die Zinsspanne, unsere wichtigste Ertragssäule, wird niedrig bleiben. Dies ist eine Folge der verfehlten Zinspolitik der europäischen Zentralbank in Verbindung mit der schwachen Wirtschaftsleistung der südeuropäischen Länder wie Spanien, Italien oder Griechenland«.

Dass die Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG zu den größten und erfolgreichsten Genossenschaftsbanken Bayerns gehört, ist der soliden Entwicklung der heimischen Wirtschaft und der wachsenden Einwohnerzahl in ihrem Geschäftsgebiet zu verdanken. Vorstandssprecher Thomas Höbel erläuterte: »Deshalb können und wollen wir uns gegen den allgemeinen Trend des Rückzuges aus der Fläche stemmen. Als Regionalbank konzentrieren wir uns auf unsere Rolle als Kunden- und Beratungsbank und investieren weiterhin in die Standorte«.

2016 wurde vieles auf den Weg gebracht. Mit der neu gegründeten Beteiligungs-GmbH investiert die Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG gezielt in Unternehmen aus der Region aber auch innerhalb des genossenschaftlichen Verbundes. Die Renovierung der Geschäftsstelle in Karlsfeld, Münchner Straße, und ihre Zusammenlegung mit der Filiale in der Gartenstraße brachte Synergieeffekte. Ferner wurde in Dachau eine E-Tankstelle vor der Filiale in der Münchner Straße eingeweiht. Für ihr vorbildliches Betriebliches Gesundheitsmanagement erhielt die Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG von der AOK Direktion München eine Auszeichnung in Silber.

Das Engagement für die Region ist sehr hoch: Für soziale und gemeinnützige Projekte wurde eine Gesamtspendensumme von 350.000 Euro ausgeschüttet. Zum vierten Mal fand der VR-Firmen- und Behördenlauf mit rund 1.700 Teilnehmern statt und in der Reihe »Kunst und Bank« gelang es, den Weltkünstler Georg Baselitz nach Dachau zu holen.

Einen engen Kontakt pflegt die Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG zudem zur Johannes-Neuhäusler-Schule im Franziskuswerk Schönbrunn. Die Bankmitarbeiter unternahmen 2016 mehrere Ausflüge mit Kindern und Jugendlichen ins Legoland, zum Segeln an den Ammersee und nach Oberaudorf zu einem Skikurstag. Thomas Höbel: »Das Jahr 2017 hat den Schwung der Vorjahre aufgenommen. Somit blicken wir bei allen Herausforderungen in Gesellschaft, Politik und Regulatorik positiv in die Zukunft«.

Die Präsentation des Jahresabschlusses 2016 übernahm Vorstandsmitglied Karl-Heinz Hempel. Die Bilanzsumme stieg bis Ende 2016 auf 1 Mrd. 833 Mio. Euro an und lag damit um 142 Mio. Euro beziehungsweise 8,4 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Das Kreditgeschäft konnte an die positive Entwicklung der Vorjahre anknüpfen und war durch ein kräftiges Wachstum in Höhe von 9,8 Prozent gekennzeichnet. Der Jahresendstand betrug 1 Mrd. 329 Mio. Euro. Karl-Heinz Hempel betonte, dass es neben den regulatorischen Rahmenbedingungen und der anhaltenden Niedrigzinsphase vor allem die notwendige Digitalisierung sei, die alle Banken in den nächsten Jahren herausfordern werde. »Eine Gruppe von Mitarbeitern widmet sich konzentriert dem Ziel, die Bank mit Blick auf die neuen technischen Möglichkeiten wettbewerbsfähig zu halten und einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunft unseres Hauses zu leisten«, so Hempel.

Im Ausblick erwähnte er das rege Immobilienengagement, mit dem die Genossenschaftsbank ihre Ertragslage auf eine breitere Basis stellt. Bis zum Jahresende 2017 wird der Neubau an der Augsburger Straße in Dachau fertig gestellt und vermietet sein. Im Frühjahr 2018 wird in Schwabhausen mit dem Bau von Wohnungen und Geschäftsräumen mit Tiefgarage begonnen. Satzungsänderungen, die Vorstandsmitglied Johann Schöpfel bekanntgab, wurden von der Vertreterversammlung genehmigt. »Laufende Veränderungen am Markt und in der Bankenregulatorik zwingen uns, die Statuten regelmäßig anzupassen«, begründete Johann Schöpfel. Dazu gehören unter anderem Änderungen zur Erschließung neuer Ertragsquellen, die Anhebung des Renteneintrittsalters von Vorstandsmitgliedern an die Regelaltersgrenze sowie die Verlängerung der Amtszeit der Aufsichtsräte. Prozessverbesserungen bringen für die Mitglieder bei der Verwendung des Jahresüberschusses einen Vorteil. Von nun sind die Geschäftsanteile bereits ab dem Folgetag der Einzahlung dividendenberechtigt.

Wiedergewählt wurden die Aufsichtsräte Leonhard Lachner, Dr. Thomas Weigl und Dr. Michael von Zwehl. Als Nachrücker für den verstorbenen Aufsichtsrat Herbert Reischl jun. wurde Stefan Frank gewählt. Der 40-jährige Münchner ist selbstständiger Zimmerermeister.