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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 13. November 2018 · 07:50 Uhr
 
 
 

Landkreisbewohner feierlich geehrt

Wenn Nächstenliebe selbstverständlich ist

Ehrung mit (von li) Landrat Löwl, R. Hirsch, F. Hartmann, U. Hasselhorst, B. Seidenath, G. Müller, J. Mederer und S. Handl. (Foto: A. Förster)

Als eine der ersten Amtshandlungen nach seinem Urlaub hat Landrat Stefan Löwl zwei Dachauerinnen und einen Karlsfelder für ihren vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatz geehrt. Rosa Hirsch erhielt die Pflegemedaille des Bayerischen Sozialministeriums, Gertraut Müller und Uwe Hasselhorst das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten. Rosa Hirsch war sichtlich gerührt, als Löwl vor den Anwesenden, darunter Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann und Bezirkstagspräsident Josef Mederer, aus der Laudatio zitierte: »Frau Hirsch hat ihren an Parkinson erkrankten Ehemann seit 2002 in beispielhafter und aufopferungsvoller Weise gepflegt...« Für die 75-Jährige eine Selbstverständlichkeit, für die sie eigentlich nicht hervorgehoben werden wollte. »Ich nehme die Auszeichnung aber stellvertretend an für alle, die einen Angehörigen zuhause pflegen«, erklärte die Dachauerin.

Gertraud Müller bekam das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für ihren Einsatz in der gerontopsychiatrischen Einrichtung der Caritas, als »Grüne Dame« (Patientenbesuchsdienst) in verschiedenen Kliniken sowie im Kursana-Pflegeheim in Dachau. Außerdem ist sie Hospizhelferin und begleitet Demenzkranke. Die Auszeichnung »gibt mir noch einen zusätzlichen Impuls weiterzumachen«, sagte die quirlige 70-Jährige nach der Überreichung des Ehrenzeichens.

Uwe Hasselhorst wurde für seinen vielfältigen Einsatz im Vereinsleben Karlsfelds, insbesondere im Reservisten- und Kriegerkameradschaft Karlsfeld e.V. geehrt. Die Ehrung mache ihn richtig glücklich, beteuerte der 79-Jährige, der bis 2016 auch zehn Jahre lang für die Tafel Dachau als Fahrer unterwegs war. Mittlerweile habe er sich aus einigen Ämtern zurückgezogen, aber die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge sei ihm immer noch ein wichtiges Anliegen. »Dafür gibt es aber leider kaum noch Nachwuchs«, bedauert der gebürtige Niedersachse, der erst in den späten 1970er Jahren nach Karlsfeld übergesiedelt war.

Die feierliche Zeremonie, bei der auch die Damen und Herren anwesend waren, die die Geehrten vorgeschlagen hatten, fand ihren Ausklang in einer geselligen Gesprächsrunde bei Kanapees und Sekt.