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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 13. November 2018 · 08:42 Uhr
 
 
 

Augen auf! ABC-Schützen sind unterwegs

Polizei wird in den ersten Wochen verstärkt kontrollieren

Stefan Januschkowetz, Beate Rexhäuser, Peter Wiedemann (KVW Dachau), Karl-Heinz Kellerer (PI Dachau) und Arthur Fischer (KVW Dachau) (von li). (Foto: A. Förster)

Die Erstklässler sind die schwächste Gruppe der Verkehrsteilnehmer. »Sie können noch nicht einschätzen, dass man am Zebrastreifen Blickkontakt zum Autofahrer aufnehmen sollte«, weiß Beate Rexhäuser, Landkreis-Beauftragte für Verkehrserziehung und -sicherheit an den Dachauer Grundschulen. Gemeinsam mit der Kreisverkehrswacht (KVW), der Polizeiinspektion und dem Ordnungsamt stellte sie die Maßnahmen vor, die in den Wochen nach Schulbeginn in Dachau zum Schutz der ABC-Schützen getroffen werden. Insbesondere im Einzugsbereich der Grundschulen werde es verstärkt Geschwindigkeitskontrollen geben. Vor den meisten Schulen sei mittlerweile Tempo 30 vorgeschrieben, betont Ordnungsamtsleiter Stefan Januschkowetz. Rexhäuser rät den Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, nicht auf den letzten Drücker zu kommen. Sonst herrsche Chaos vor der Schule, es werde an unerlaubten Stellen geparkt und die Sicherheit der Schüler werde gefährdet. Man werde auch die Parksituation kontrollieren und ob die Kinder in einem geeigneten Kindersitz angeschnallt sind, erklärt Karl-Heinz Kellerer von der Polizei Dachau.

Für die bevorstehende Herbstzeit mit Nebel und Dämmerlicht raten die Verkehrsschützer, die Kleidung der Kinder und die Schultasche mit Reflektoren auszustatten. Um den Schulweg noch sicherer zu machen, werden weiterhin Schulweghelfer gebraucht. In Dachau sei die Situation mit Ausnahme der Grundschule Augustenfeld zwar relativ gut, was aber vor allem daran liege, dass die Stadt pro Einsatz 5,10 Euro Aufwandsentschädigung bezahle, so Januschkowetz. Im Landkreis sei das nicht Fall, trotzdem hoffe man, dass sich Eltern oder Rentner bereit erklären, morgens und mittags die neuralgischen Stellen wie Zebrastreifen rund um die Schulen abzusichern.

Last not least plant die Stadt, wie in der Münchner Straße, weitere weiß abgetrennte Radlstreifen anzubringen. Zum Beispiel in der Brucker Straße beidseistig ab der Kreuzung Ludwig-Dill-Straße stadtauswärts, sowie in der Mittermayerstraße ab der Metzgerei Blank in Richtung Stadtbahnhof.