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Saturday, 14. December 2019 · 06:56 Uhr
 
 
 

Tipps von der Feuerwehr

Brandgefahren in der Advents- und Weihnachtszeit

Wer die Tipps der Kreisbrandinspektion beherzigt, muss sich nicht vor »feurigen« Festtagen fürchten. (Foto: KFV )

Adventskränze, Christbäume und Weihnachtsgestecke mit echten Kerzen sind in den Dezemberwochen weit verbreitete Dekoration in fast allen Haushalten, aber auch am Arbeitsplatz. Doch die weihnachtliche Stimmung darf nicht dazu verleiten, die Brandgefahr zu unterschätzen, denn Adventskranz und Weihnachtsbaum sind häufig Brandursachen. Der sorgsamere Umgang mit Kerzenlicht und die größere Verbreitung von Rauchmeldern könnten dabei in der Adventszeit viele folgenschwere Brände vermeiden - darauf weist die Kreisbrandinspektion Dachau hin.

»Wie die Einsatzberichte der Feuerwehren von Stadt und Landkreis Dachau deutlich machen, sind es vor allem die ausgetrockneten Gestecke und Christbäume, die durch falsch angebrachte Kerzen oder Kerzenreste, durch Kinderhand, aber auch durch zu geringen Abstand zu brennbaren Vorhängen Brände verursachen und so zu großen Schäden führen«, so Kreisbrandinspektor Maximilian Reimoser.

Rauchmelder in der Wohnung verringern dieses Risiko enorm, weil sie rechtzeitig Alarm geben. Für einen Mindestschutz gilt als Faustregel: Ein Rauchmelder im Flur pro Etage sowie in den Schlafzimmern – vor allem aber im Kinderzimmer. In Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht, etwa Bad oder Küche, sind sie nicht zu empfehlen. Bereits ab fünf Euro sind die kleinen »Lebensretter« im Handel zu haben. Wichtig ist, dass diese eine Zulassung vom Verband der Sachversicherer (VDS) haben und somit gewissen Prüfkriterien unterliegen.

Für eine sichere Vorweihnachtszeit gibt die Kreisbrandinspektion Dachau folgende Tipps:

Christbäume standsicher und mit ausreichendem Abstand (mindestenes 50 Zentimeter) von brennbaren Vorhängen, Teppichen, Möbelstücken, Decken ... aufstellen.

Möglichst keinen brennbaren Schmuck aus Papier, Stroh, Stoff, Kunststoff verwenden.

Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung.

Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.

Adventsgestecke immer auf eine feuerfeste Unterlage, wie etwa eine Glasplatte, stellen.

Kränze und Christbäume gut feucht halten – am besten ab und an wässern oder mit einem Wasserstäuber besprühen.

Ausgetrocknete Zweige und Bäume rechtzeitig entfernen.

Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.

Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen!

Bei brennenden Kerzen keine Fenster offen lassen, da die Zugluft leicht Papier oder andere brennbare Materialien in die Flamme wehen kann.

In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam - diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen und das GS- und CE-Zeichen tragen. Lichterketten im Außenbereich müssen für den Außenbereich geeignet und zugelassen sein (Kennzeichnung »IP 44«).

Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel für »alle Fälle« (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray, Löschdecke) bereit, beziehungsweise informieren Sie sich im Büro, wo sich der nächste Feuerlöscher befindet und wie dieser zu bedienen ist, damit Sie im Notfall schnell reagieren können.

Alarmieren Sie bei einem Brand sofort die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112 und unternehmen Sie nur Löschversuche, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist.

Diese Tipps sollen dazu beitragen, dass Weihnachten kein »feuriges«, sondern ein freudiges Fest wird.