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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 15. November 2018 · 22:08 Uhr
 
 
 

Stetig steigende Entsorgungskosten

Eigentlich Aufgabe der Bauhöfe/Chiplesegeräte würden helfen

Auch verunfallte Katzen könnten mit einem Chipleser identifiziert werden, Kosten für den Bauhof rund 130 Euro. (Foto: Tasso)

Den ganzen Sommer über wurden täglich bis zu drei tote Katzen im Landkreis abgeholt. Es wurde sogar eine zweite Kühltruhe angeschaffte, da die Tiere einige Zeit aufgewahrt werden, um den Besitzern die Möglichkeit zu geben ihr Tier abzuholen. Bei vielen Tieren kann aber kein Besitzer ermittelt werden.

Was viele nicht bedenken, dass das Tierheim die Entsorgungskosten (wir wissen, das ist ein schlimmes Wort) von rund 40 Euro pro Katze tragen muss. Wir bringen es nicht fertig, Besitzern, die ihr überfahrenes Tier nicht abholen wollen, zu sagen, dass sie noch Entsorgungskosten zu tragen haben. Vielleicht ist der eine oder andere Tierbesitzer, der das nicht wußte oder nicht daran gedacht hat, bereit, das Tierheim mit einer Spende zu unterstützen.

Überfahrene Katzen (und auch Wildtiere) von der Straße zu holen und zu entsorgen ist Aufgabe der gemeindlichen Bauhöfe, auch die Kosten dafür hat die jeweilige Gemeinde zu tragen.

Das Tierheim holt die Tiere trotzdem ab, weil viele schmerzlich vermisst werden. Sind die Katzen gechipt und regiestriert, kann man die Besitzer informieren und so haben sie Gewissheit, was mit ihrem geliebten Tier passiert ist.

Hier könnten die Gemeinden uns Tierschützer sehr unterstützen, wenn sich jeder Bauhof ein Chiplesegerät anschafft (Kosten zirka 130 Euro), gefundene Haustiere scannt und im Falle einer Registrierung das Tierheim informiert. Mit so einer Vorgehensweise würde wir uns unzählige Überlandfahrten sparen und ist ein Tier nicht registriert, auch die Entsorgungskosten.

Den Bürgermeistern des Landkreises wurde dieser Vorschlag schon unterbreitet, bis Redaktionsschluss lag noch keine Antwort vor. Aber wir hoffen natürlich auf Hilfe aus den Gemeinden.