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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 20. May 2018 · 11:59 Uhr
 
 
 

Startschuss zum Projekt

Weiterer Baustein des Gesamtverkehrskonzepts gestartet

Esmeralda Schlehlein, Florian Haas, Referent für Kreisentwicklung Maria Kasperczyk, Klimaschutzbeauftragte Andreas Ampßler vom Gutachterbüro topplan und Landrat Stefan Löwl (von li) geben den Startschuss. (Foto: Silke Lein)

Mit dem Radverkehrskonzept für den Landkreis Dachau ist ein weiterer Baustein des Gesamtverkehrskonzepts gestartet. Zur Auftaktveranstaltung waren Kommunen und Straßenbaulastträger in und um den Landkreis Dachau sowie weitere Akteure der Radverkehrsförderung, wie der ADFC, der Bund Naturschutz sowie die Fraktionsvorsitzenden des Kreistags eingeladen. Andreas Ampßler vom beauftragten Gutachterbüro topplan und Florian Haas (Referent für Kreisentwicklung im Landratsamt Dachau) nutzten dabei die Möglichkeit, die über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das breite Spektrum der Radverkehrsförderung zu sensibilisieren und über das geplante Vorgehen im Landkreisprojekt zu informieren.

Aufbauend auf dem bestehenden Radwegebestand zielt das Konzept darauf ab, ein flächendeckendes, professionell beschildertes Radverkehrsnetz für Alltags- und Freizeitradler im Landkreis Dachau zu entwickeln. Hierzu wird das bestehende Radwegenetz auf Grundlage eines Wunschliniennetzes sowie einer GIS-gestützten Defizitanalyse hinsichtlich möglicher Lückenschlüsse und qualitativer Schwachstellen überprüft und daraus Maßnahmenvorschläge abgeleitet. Parallel hierzu wird für das »neue« Wegenetz ein professionelles Wegweisungskataster erstellt. Der Zeitplan sieht vor, dass das Büro topplan im Sommer dieses Jahres den Bestand an Radwegen durch eine umfassende Landkreis-Befahrung analysiert und hierauf aufbauend die neue Wege- und Wegweisungskonzeption bis zum Frühjahr 2019 erfolgt.

Wichtiges Element stellt dabei auch die Beteiligung der zuständigen Baulastträger und der weiteren Radakteure im Landkreises dar, insbesondere natürlich auch der Radfahrerinnen und Radfahrer. Im Rahmen der auch in diesem Jahr wieder geplanten Aktion „Stadtradeln“ wird für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit bestehen, sich an der Neukonzeption zu beteiligen. Dabei können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Stadtradeln-Zeitraums (vom Sonntag, den 1. bis Samstag, den 21. Juli) über die Meldeplattform RADar! online unter anderem Hinweise zum Wegezustand, Verkehrsbehinderungen oder Mängel der Beschilderungen einreichen.

Landrat Stefan Löwl freut sich bereits jetzt auf die neuen Erkenntnisse und das Konzept. Er sieht vor allem durch den Trend zum elektrifizierten Radfahren neue Möglichkeiten zur Entlastung des Autoverkehrs. »Gerade für Pendelfahrten zur Arbeitsstelle oder den Freizeiteinrichtungen erhöht sich durch E-Bikes und Pedelecs die Attraktivität für eine breitere Zielgruppe«, so Löwl, »Hierdurch können die Radler schneller und komfortabler ihre Ziele erreichen. Auch im Hinblick auf zukünftige Radschnellwege sowie ein intermodal vernetztes Verkehrsangebot stellt dies einen wichtigen Baustein für die Mobilität von morgen dar«.

Die Präsentation der Auftaktveranstaltung ist unter folgender Adresse abrufbar: https://www.topplan.de/dachau