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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 15. November 2018 · 21:44 Uhr
 
 
 

Hoch zu Ross durch den Winter

Was Pferdebesitzer beachten sollten bei Eis und Schnee

Warm eingepackt kommen Pferd und Reiter gut durch Herbst und Winter. (Foto: tutto62/pixelio.de)

Ein Ausritt ist immer schön, ganz egal wie das Wetter ist. Trotzdem muss man sich jetzt Temperaturen und Bodenverhältnissen anpassen, damit man gesund durch die kalte Jahreszeit kommt.

Schon jetzt sind die Sichtverhältnisse oft schlecht, weil den ganzen Tag dichter Hochnebel über der Landschaft liegt. Bei einem Ausritt sollte man unbedingt reflektierende Kleidung, Satteldecke oder Gamaschen benutzen, damit man weithin sichtbar ist.

Im Schnee kommen unbeschlagene Pferde gut zurecht, sind die Wege aber hartgefroren, können die Hufränder ausbrechen. Deshalb nach jedem Ausritt kontrollieren und eventuell mit einer Hufraspel begradigen. Mit Hufeisen besteht im Schnee die Gefahr des Aufstollens, hier helfen gut Gummigrips unter den Eisen.

Hat das Pferd schon dickes Winterfell bekommen, ist es gut beschützt vor Regen, Sturm und Schnee. Wird es dann - vielleicht sogar in der Reithalle - bewegt, kann es stark schwitzen. Um Erkältungen vorzubeugen, sollte man eine gute Abschwitzdecke benützen, die die Feuchtigkeit nach außen abtransportiert.

Ganz unangenehm ist, wenn man ein eiskaltes Gebiss ins Pferdemaul schiebt. Entweder in warmes Wasser tauchen oder mit den Händen anwärmen macht es für das Pferd viel angenehmer.

Je kälter die Temperatur und je älter das Pferd, umso länger dauert die Aufwärmphase. Egal ob Halle oder Gelände, im Winter sollte man mindestens 20 Minuten Schritt reiten, bevor man mit der Arbeit oder dem ersten Galopp startet.

Als schöne Belohnung kann man seinem Pferd an kalten Wintertagen ein warmes Mash zubereiten oder einfach warmen Kräutertee über das Kraftfutter geben.