27.5°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 19. August 2018 · 15:24 Uhr
 
 
 

August Haas ist neuer Zweitstimmenkandidat der Landkreis-CSU

Mit Gustl Haas hat die CSU einen Nachfolger für Toni Kreitmair gefunden

Die CSU-Stimmkreiskandidaten für die Landtagswahl (v.l.): B. Seidenath, A. Haas, J. Grote, J. Mederer (Foto: A. Förster)

Stadtrat und Landwirt August »Gustl« Haas aus Dachau wird Nachfolger von Anton Kreitmair als Zweitstimmenkandidat der Landkreis-CSU für die Landtagswahl am 14. Oktober 2018. Der 57-Jährige Vater zweier Kinder will sich vor allem um die Belange des Mittelstands bemühen, zu dem er sich selbst zählt, sowie für Bürokratie-Abbau eintreten. Zudem will er sich für die kommunale Arbeit stark machen, auch sein Stadtratsmandat, das er seit 1996 innehat, wolle er nicht aufgeben. Und er ließ keinen Zweifel daran, dass er sich auch als Lobbyist aller Bauern verstehe. Egal ob groß oder klein, konventionell, öko oder irgendwas dazwischen.

Sein Vorgänger, der oberbayerische Bauernverbands-Präsident Anton Kreitmair aus Kleinberghofen hatte, trotz großen Rückhalts in der Partei und guten Zustimmungswerten in der Bevölkerung, nach langem Ringen Anfang April verkündet, definitiv nicht mehr zur Wahl antreten zu wollen. Er wolle sich wieder mehr der Verbandsarbeit widmen, sagte er bei der Vorstellung seines Nachfolgers im CSU-Bürgerbüro.

Julia Grote kandidiert für den Bezirkstag

Neben Haas stellte sich auch die neue Bezirkstagskandidatin der Landkreis-CSU vor: Julia Grote. Die 28-jährige Angestellte der BayernLB ist seit 2014 Pressesprecherin der JU Oberbayern, seit 2016 Geschäftsführerin des CSU-Ortsverbands Dachau und seit letztem Jahr JU-Kreisvorsitzende im Bezirksvorstand. Vor allem als Pressesprecherin habe sie viel mit Social Media zu tun und präsentiere dort, das gab sie unumwunden zu, eine »heile Welt«. Doch in ihrem persönlichen Umfeld gebe es einige Menschen mit existenziellen Problemen und diesem wichtigen Bereich wolle sie nun zu mehr medialer Aufmerksamkeit verhelfen. Wie sich neben ihren Stärken in der Kommunikation konkret ihren Einsatz für in Not geratene Bürgerinnen und Bürger vorstellt, ließ sie offen.

Haas und Grote wurden jeweils einstimmig nominiert, betonte der Kreisvorsitzende der CSU Dachau, Bernhard Seidenath. Seine Kandidatur als CSU-Erststimmenkandidat für die kommende Landtagswahl stand schon länger fest und war, wie auch die Kandidatur von Bezirkstagspräsident Josef Mederer, keine Überraschung. Ob die Nominierung eines Individualisten wie August Haas, der bewusst keinem CSU-Arbeitskreis angehört und gerne auch mal gegen den Strom schwimmt, ein geschickter Schachzug war, wird sich im Herbst herausstellen.