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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 24. June 2019 · 20:07 Uhr
 
 
 

»bunt statt blau« gegen Alkoholmissbrauch

Komasaufen-Kampagne der DAK-Gesundheit startet in Dachau

Bis 31. März können Jugendliche an der DAK-Kampagne »bunt statt blau« teilnehmen. (Foto: DAK Gesundheit)

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne »bunt statt blau« 2019 zur Alkoholprävention in Dachau. Im zehnten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: 2017 kamen bundesweit 21.721 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen wieder leicht gesunken. Experten fordern weiter eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Alle Schulen in der Region Dachau sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die »Aktion Glasklar«, die seit vierzehn Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt.

Beim sogenannten Komasaufen gab es 2017 in der Region Dachau mit 34 Betroffenen einen Rückgang um 27,7 Prozent. »Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden«, sagt Cassandra Surger von der DAK-Gesundheit in Fürstenfeldbruck. »Bei ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders«.

Zehn Jahre »bunt statt blau«

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 95.000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus der Region Dachau. Die Kampagne »bunt statt blau« wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. »Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut«, erklärt Cassandra Surger. »Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch«.

Sonderpreis auf Instagram

Beim Plakatwettbewerb gibt es im Jubiläumsjahr wertvollere Geld- und Sachpreise zu gewinnen als bisher. Außerdem winkt auch 2019 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann eine Polaroid-Kamera inklusive Zubehör gewinnen.

Einsendeschluss am 31. März

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2019 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und DAK-Vorstand Andreas Storm den Bundesgewinner.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen unter: www.dak.de/buntstattblau