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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 25. August 2019 · 17:39 Uhr
 
 
 

Riesenerfolg für Artenschutz-Volksbegehren

Mehr als 20 Prozent Zustimmung im Landkreis Dachau

Die Sprecher des Dachauer Aktionsbündnisses »Rettet die Bienen«, Adrian Heim (li) und Peter Heller, haben Grund zur Freude. (Foto: A. Förster)

Sensationeller Erfolg für das Volksbegehren »Rettet die Bienen«. Mehr als 1,3 Millionen Wahlberechtigte haben nach vorläufigen Ergebnissen das Volksbegehren unterstützt und es damit zum erfolgreichsten Volksbegehren aller Zeiten gemacht. Im Landkreis Dachau haben 22,9 Prozent der Wahlberechtigten unterschrieben und damit für ein Rekordergebnis gesorgt, das sogar das Ergebnis des legendären Nichtraucherschutz-Volksbegehrens von 2009 um 7,6 Prozentpunkte übertrifft.

In allen Landkreisgemeinden wurde die Zehnprozent-Hürde deutlich übertroffen. Rekordhalter im Landkreis ist die Gemeinde Vierkirchen mit 27,5 Prozent. »Die Wähler haben die historische Chance genutzt, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt einzufordern«, kommentiert Peter Heller vom Dachauer Aktionsbündnis »Rettet die Bienen« den Erfolg des Volksbegehrens »Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern - Rettet die Bienen!«.  Möglich wurde dieser Erfolg durch breite Unterstützung vieler Parteien, Vereine, Verbände und Einzelpersonen in allen Kommunen. »Unser herzlicher Dank geht an alle, die mitgeholfen haben, die hohen Hürden für den Erfolg des Volksbegehrens zu schaffen«, so der zweite Sprecher des Aktionsbündnisses, Adrian Heim.

Spätestens Anfang Juli muss nun der bayerische Landtag über den vorliegenden Gesetzentwurf entscheiden. Bei einer Ablehnung des Gesetzentwurfs kommt es dann spätestens im Oktober zum Volksentscheid. »Wir fordern verbindliche Maßnahmen, die das Überleben von Tieren und Pflanzen sichern. Ein alternativer Gesetzentwurf, wie von Ministerpräsident Söder angekündigt, wird sich vor allem daran messen lassen müssen, wie verbindlich Verbesserungen im Umwelt- und Naturschutz festgelegt werden«, so Peter Heller.