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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 25. August 2019 · 17:24 Uhr
 
 
 

Kinderleben und Kinderlernen

Besuch bei Flüchtlingskindern in der Parzivalstraße

Sie sind stolz, weil sie jetzt Schulkinder sind: Mursal, Samira und hinten Mohammady. (Foto: Jürgen Eckstein)

»Hallo, guten Morgen« begrüßt Jibi aus Mali die Besucherin. Mit einem Blick auf die Uhr im Schulungsraum an der Parzivalstraße korrigiert er sich: »Es ist ja schon Nachmittag. Dann sagen wir in Deutschland: Guten Tag«. Sein Freund aus dem Senegal grüßt ebenfalls: »Ich bin der Mohammad. Und wer bist Du?« Heute haben fünf Buben die Hausaufgabenhilfe angenommen, meistens sind es zehn bis zwölf Kinder. Jeden Tag, von Montag bis Freitag, gibt es dieses Angebot vom Helferkreis.

»Das ist manchmal ganz schön anstrengend, sie sind ziemlich lebhaft«, sagt Irmgard Szelag, die an diesem Montag die Kinder ermutigt, zum Arbeiten anhält und nur bei echten Notfällen hilft.»„Aber es macht auch Spaß und man kann oft lachen«.

Vom Team der Hausaufgabenhilfe würde man sich freuen, wenn weitere Helferinnen und Helfer einsteigen: »Dann können wir intensiver mit den einzelnen Kindern lernen. Auch helfende Schüler und Schülerinnen sind gerne willkommen«.

Drei Kinder sind dieses Jahr eingeschult worden: Voller Stolz bei Samira aus Tschetschenien, Mursal aus Afghanistan und Mohammady aus dem Senegal, ihren Eltern und ihren deutschen Helferinnen und Helfern Irmgard Szelag, Jürgen Eckstein, Erika Mrosewski.

Das Gelände um die Unterkünfte in der Parzivalstraße ist ein wunderbarer Flecken für die Kinder. Sie können rennen, andere besuchen, Radlfahren und bei Sitzungen des Helferkreises durch das Fenster schauen. Die Heiterkeit dieser Kinder scheint sich auf die Erwachsenen zu übertragen, das spüren sie vom Helferkreis. »Ich liebe diese Atmosphäre! Ich bin ein großer Fan »unserer Parzivalstrasse«. Bei allem was dort auch immer mal passiert, finde ich es wunderschön, wenn ich abends hinkomme und die Leute sitzen draußen, trinken Tee, spielen Backgammon, irgendjemand spielt Musik«.

(Elfriede Peil)