15.21°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 20. October 2018 · 16:40 Uhr
 
 
 

Hyperthyreose bei Katzen

Dr. Alexandra Pitschi (Foto: privat)

Eine der häufigsten endokrinen Erkrankungen bei älteren Katzen ist die Hyperthyreose. Sie ist das Ergebnis einer Überproduktion von den Schilddrüsenhormonen T3 und T4. Als Hauptursache für die Hyperthyreose gilt der Schilddrüsentumor. In 95 Prozent der Fälle trifft es Katzen, die älter als acht Jahre sind.

Es ist zu empfehlen jede Katze ab einem Alter von zehn Jahren gezielt einmal im Jahr auf Hyperthyreose zu untersuchen. Als Symptome kommen vermehrtes Fressen unter Gewichtsverlust, Hyperaktivität, Erbrechen und Durchfall, vermehrtes Urinieren und Hautveränderungen in Frage.

Es gibt unterschiedliche Diagnostikverfahren, um eine Hyperthyreose bei der Katze zu erkennen. Eine gut geführte klinische Untersuchung kann dem Tierarzt einen ersten Hinweis geben. Um die Diagnose zu bestätigen, ist eine Blutuntersuchung notwendig. Hier sind erhöhte Schilddrüsenwerte des T4 ein typisches Zeichen für eine Hyperthyreose.

Man kann die Krankheit mit oraler Gabe von Thyreostatika behandeln, diese ist aber mit Nebenwirkungen gebunden, deshalb sollte ein Tierarzt die Behandlung streng kontrollieren. Eine andere Behandlungsmöglichkeit ist eine Operation oder eine Bestrahlung mit Iod 131.

Die Prognose hängt sowohl vom Zustand des Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose als auch von der Ursache der Hyperthyreose ab.

Dr. Alexandra Pitschi

www.kleintierzentrum-pitschi.de