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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 23. October 2018 · 09:49 Uhr
 
 
 

Hallo… Augenblick mal

15 Jahre ProfiPorträt im Kurier

Schon seit 2002… Auge in Auge mit den Profis unserer heimischen Wirtschaft (Foto: Öxler)

Ob ich nicht Lust hätte, über das ProfiPorträt zu schreiben, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Immerhin habe die Wochenendzeitung Kurier Geburtstag, den fünfzehnten, und somit auch das wöchentlich erscheinende ProfiPorträt. Hm… die Anfrage der Verlagsleitung kam für mich überraschend, übte sofort aber auch einen gewissen Reiz aus: mal nicht über Neues aus der heimischen Wirtschaft berichten, mal keinen Start-upper vorstellen oder einen Blick hinter die Kulissen eines Traditionsbetriebs zu werfen, mal nicht eine soziale Einrichtung und das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter in den Fokus des Interesses stellen. Nein - einfach mal die eigene Arbeit im Rahmen dieser Kurier-Sonderveröffentlichung zu beleuchten. Also ich gleich ran an den Schreibtisch und dann… nichts! Hatte ja in diesem Fall kein Gespräch mit einem meiner Profis, also auch keine Stichpunkte, und, noch schlimmer, keine Fotos. Eine ganze Zeitungsseite Text ohne Abbildungen? Geht nicht, ein »No-Go«. Gut, nehme ich welche von mir. Geht ja nicht, bin ja immer hinter, nie vor der Kamera… Außerdem, wen interessiert das schon. Na ja, vielleicht einige der zufälligen Selbstbildnisse, Spiegelungen in Schaufenstern und so. Nicht gerade berauschend, aber besser als nix, oder? So, und was soll ich jetzt dann schreiben? Den Arbeitsablauf, vom Auftrag bis dann, wenn so ein ProfiPorträt abgedruckt ist? Langweilig… Vielleicht ein paar der Highlights aus all den Jahren? Dass ich in den 15 Jahren rund 900 mal Unternehmer, Handwerker, Händler, Dienstleister etc. samt ihren spezifischen Leistungen, aktuellen Offerten und wer weiß was noch porträtiert habe? Dass, als größter Erfolg, ein Bericht gleich zwei Aufträge für ein Bauunternehmen zur Folge hatte. Dass ich für einen Kunden bereits mehr als 30 Porträts vorbereitet habe? Dass ich zur entferntesten Vorbesprechung fast 100 Kilometer fahren musste? Hm, auch nicht gerade prickelnd… Na dann vielleicht von den Pleiten, Pech und Pannen erzählen. Von den Momenten, in denen mal nicht alles wie am Schnürchen geklappt hat, im Gegenteil, als ich Blut und Wasser geschwitzt habe und erst viel, viel später darüber lachen konnte: die geplatzte Hose als ich beim Fotografieren in die Hocke ging… der Kunde, der nicht sonderlich »amused« war, als ich bei der falschen Adresse auf ihn gewartet habe… die Fotos, auf denen das Kunden-Team dunkel, dafür der Hintergrund klar und deutlich waren, weil der Blitz ne Macke hatte, und ich noch mal ran musste… der Schreckmoment, als mir die Kamera entglitt und auf den Boden knallte… ich einen Termin zwar pünktlich wahrgenommen, aber die Kamera im Büro vergessen hatte… sich  meine Besprechungsnotizen nach dem – eher seltenen – Aufräumen meines Schreibtisches quasi in Luft aufgelöst hatten… Tja, auch so was kommt vor. Shit happens. 

15 Jahre Kurier – 15 Jahre ­ProfiPorträt. Eine Erfolgsgeschichte, die in die Pubertät gekommen ist: wachsend, sich ständig verändernd, manchmal etwas zickig, zuweilen geschmeidig – wie das halt nun mal ist mit Fünfzehnjährigen!
15 Jahre Kurier – 15 Jahre ­ProfiPorträt. Eine gute Gelegenheit auch, mich zu bedanken: bei den Verlagsverantwortlichen für ihr Vertrauen… bei meinem Team in Dachau und in München für die gute Zu- und Zusammenarbeit… bei den Profis, die mich schon über die Schulter schauen ließen… und nicht zuletzt bei Ihnen, den Leserinnen und Lesern. Dankeschön.