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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 18. August 2019 · 04:48 Uhr
 
 
 

Grüner Jahresauftakt im Zieglerbräu

Bayerns Europa-Spitzenkandidatin Henrike Hahn zu Gast

Für ein grünes Europa (von li): Christian Hierneis, Michael Fritsch, Henrike Hahn, Beate Rosenheimer-Walter, Anton Speierl, Thomas Kress und Sarah Jacob. (Foto: A. Förster)

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Dachau traf sich im Altstadthotel Zieglerbräu zum Neujahrsempfang. Zum einen ein lockeres Gettogether mit teilweise veganem Buffet und Sekt-Orange, zum anderen dynamischer Wahlkampfauftakt für die Europawahl im Mai. Insbesondere die bayerische Spitzenkandidatin der Öko-Partei, Henrike Hahn, und die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Dachau-Fürstenfeldbruck, Beate Walter-Rosenheimer, schworen ihre Parteifreunde auf die Basisarbeit ein: Gespräche mit den Bürgern zu führen und sie von den Vorzügen eines geeinten Europas zu überzeugen: Mit Errungenschaften wie der Sicherung des Friedens und Wohlstands, der Arbeitnehmerfreizügigkeit, den Mindeststandards für Lebensmittel, der Überwindung der Grenzkontrollen oder einer gemeinsamen Umwelt- und Klimaschutzpolitik.

Hahn sagte, bei der Europawahl 2019 gehe es »um nichts weniger als den Erhalt der Demokratie, des Rechtstaats und eines friedlichen Europas. Wir brauchen ein Europa, dass den Bürgerinnen und Bürgern nahe ist. Lasst uns darüber reden, was die Europäische Union für das Leben der einzelnen Menschen vor Ort bedeutet, und was die EU uns Gutes tut, in der Stadt und auf dem Land.«

Hahn ist Politologin, langjährige Unternehmensberaterin für technologieorientierte Unternehmen und »Pulse of Europe«-Aktivistin. Die Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen setzt sich für ein ökologisches und soziales Europa ein, ihr Fokus ist Grüne Wirtschafts- und Haushaltspolitik. Der CSU spricht sie die Kompetenz in Sachen Umweltpolitik ab, sie kopiere jetzt das, was die Grünen schon vor Jahren gefordert hätten. »Die CSU ergrünt, ohne zu erröten«, so Hahn und stellte in Frage, dass den Worten auch Taten folgen würden.

Schließlich verlieh Alexander Heisler, Vorstandsmitglied im Kreisverband der Grünen, den AMO-Preis. AMO steht für »Anders Mobil sein« und würdigt Projekte und Menschen, die in der Arbeit, Schule oder Freizeit auf das Auto verzichten und stattdessen neue Wege gehen. Den diesjährigen Preis erhielt das Energieforum Petershausen für sein »Lastenfahrrad für alle«. Es hat vorne einen großen Kasten mit Deckel und eignet sich sowohl für den Transport von beispielsweise gehbehinderten Menschen wie von sperrigen Gütern. Das selbst gebaute Rad ist mit E-Antrieb und einem Gurtsystem ausgerüstet. Die Bürger in Petershausen können es kostenlos ausleihen.