12.14°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 23. October 2018 · 20:56 Uhr
 
 
 

Freundliche Erinnerung...

Tierschutzarbeit ist eine Herzensangelegenheit, die Einhaltung der Tierschutzgesetze Pficht. Dazu nachfolgend ein Auszug aus der »Gemeinsamen Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern und des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit vom 1. Dezember 1993 Nr. 1B4 2530-1 - die nach wie vor gültig ist:

»Soweit die Gemeinde für die nach dem Tierschutzgesetz geforderte Unterbringung und Betreuung nicht in eignen Einrichtungen sorgen kann, hat sie die Tiere einer geeigneten Person oder Stelle, zum Beispiel einem Tierheim, zu übergeben und die erforderlichen Aufwendungen dafür zu tragen. Diese Verpflichtung der Gemeinden zum Ersatz der Aufwendungen besteht auch dann, wenn der Finder das Tier nicht bei der Gemeinde, sondern unmittelbar bei der von der Gemeinde mit der Unterbringung und Betreuung von Fundtieren beauftragen Person oder Stelle abgegeben hat. ... Deshalb kann in der Regel nach vier Wochen angenommen werden, dass das Tier herrenlos ist oder doch herrenlos geworden ist, wenn sich bis dahin kein Eigentümer gemeldet hat.

Zu den Aufwendungen, die die Gemeinde zu erstatten hat, gehören die Kosten für eine artgemäße Unterbringung, Pflege und Ernährung im Sinne des §2 TierSchutzGesetz ... ... um die Gesundheit des Tieres zu erhalten oder wiederherzustellen, also die Behandlungskosten für Verletzungen und akute Krankheiten, sowie für unerlässlich prophylaktische Massnahmen (zum Beispiel Impfungen, Entwurmungen). Unerlässlich sind in der Regel Impfungen, die erforderlich sind, um der Ausbreitung von Infektionskrankheiten innerhalb der Tierheime vorzubeugen... Die Erstattungspflicht der Gemeinden für die Kosten der genannten tierärztlichen Behandlungen verletzt oder krank aufgefundener Tiere besteht auch dann, wenn der Finder das Tier unmittelbar zu einem Tierarzt bringt, jedoch nur für unaufschiebbare Behandlungen«.

Der Dachauer Tierschutzverein möchte an dieser Stelle an diese Pflichten der Gemeinden erinnern und sich explizit bei allen Bürgermeistern und Gemeinderäten bedanken, die das Tierheim bereits unterstützen. Vergelt's Gott!