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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 22. May 2018 · 13:58 Uhr
 
 
 

Die Amper. Geschichte(n) eines Flusses

Ausstellung im Bezirksmuseum Dachau von 1. Mai bis 21. September 2015

Badende im Amper-Altwasser 1945. (Foto: Stadtarchiv Dachau)

Die Quellen der Amper liegen im Ammergebirge. Erst nach dem Austritt aus dem gleichnamigen See wird aus der Ammer die Amper, das prägende Gewässer der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau, die zu Recht auch »Amperland« genannt werden. Gemeinsam widmen das Bezirksmuseum Dachau und das Bauernhofmuseum Jexhof bei Schöngeising der Amper eine Ausstellung.

Der eiszeitliche Fluss »ambra« begünstigte früh die Ansiedlung von Menschen, die ihn als Nahrungs- und Trinkquelle, als Energielieferant und Transportweg nutzen. Eines der ältesten Gewerbe dürfte die Fischerei gewesen sein. Später kamen Mühlen und weitere Handwerke hinzu. Auf der Amper wurde nicht nur geflößt, auf ihr verkehrten auch Dampfschiffe wie die berühmte »Mooskuh«. Wo der Fluss die Menschen nicht trennte, verband er sie. Daher kam Brücken, Stegen und Furten stets eine besondere Bedeutung zu.

In Schöngeising entstand im 19. Jahrhundert eines der ersten Wasserkraftwerke in Deutschland. Die Isar-Amper-Werke wurden zu einem der wichtigsten Stromlieferanten Bayerns. Nach wie vor erzeugt der Fluss Strom und ist Antriebskraft für Mühlen und Fabriken.

Doch die Amper konnte Fluch und Segen zugleich sein. Schwemmgebiete und wiederkehrende Hochwasser, das letzte 2013, erschwerten und bedrohten immer wieder das Leben von Mensch und Tier. So war der Fluss mit seinen weiträumigen Uferflächen Jahrhunderte lang Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere, von denen heute viele in ihrer Art bedroht oder ausgestorben sind. So wird in der Ausstellung von einem Herbarium aus dem Jahr 1925, von Bibern und anderen Begleitern des Flusses die Rede sein.

Doch schenkt die Amper seit jeher auch Freude, Beschaulichkeit, ja sogar Idylle. Sei es das Badevergnügen oder die Pleinair-Malerei. Die Ausstellung macht auch dies zum Thema und erzählt Geschichten, die so spannend und erfrischend sind, wie die Amper selbst.

»Die Amper. Geschichte(n) eines Flusses« im Bauernhofmuseum Jexhof und im Bezirksmuseum Dachau ist Teil des Ausstellungsprojektes »Wasser« der Arbeitsgemeinschaft »Landpartie – Museen rund um München«. Zur Ausstellung erscheint eine zweibändige Publikation. Weitere Infos unter www.dachauer-galeriemuseen.de BU Badende im Amper-Altwasser 1945 FOTO Stadtarchiv Dachau