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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 10. December 2019 · 04:33 Uhr
 
 
 

Aus der Praxis

Bissverletzungen

Dr. Alexandra Pitschi (Foto: privat)

Die meist kleinen Einbiss-Stellen sind unter dem dichten Fell unserer Hunde und Katzen kaum zu entdecken. Daher sollte man nach jeder Beißerei sein Tier genau absuchen und falls möglich mit den Besitzern aller betroffenen Tiere Kontakte auszutauschen.

Sind die Einbiss-Stellen nur klein, werden sie oft fälschlicherweise als harmlos eingestuft. Erst bei der tierärztlichen Untersuchung werden das Ausmaß (Quetschungen, Eindringtiefe des Bisses, abgestorbene oder nichtdurchblutete Areale) ersichtlich.

Mit den Zähnen dringen viele Bakterien in das tieferliegende Gewebe. Meist schließt sich die kleine Wunde oberflächlich und darunter können sich die Bakterien massiv vermehren. Nun ist eine rasche tierärztliche Behandlung nötig um lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Blutvergiftung zu verhindern.

Bei kleineren Verletzungen werden eine Wundversorgung im Wachzustand und eine konservative Therapie mit Antibiotika und Schmerzmitteln durchgeführt. Je nach Tiefe und Größe der Bissverletzung kann jedoch auch eine chirurgische Versorgung mit einer Wunddrainage in Narkose nötig werden.

Weitere Informationen unter www.kleintierzentrum-pitschi.de