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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 23. June 2018 · 06:13 Uhr
 
 
 

24-Stundenübung der FF Dachau

Nachwuchskräfte trainieren aufeinanderfolgende Einsätze

Um 1.30 Uhr musste während der 24-Stundenübung zu einem schweren Verkehrsunfall ausgerückt werden. (Foto: FF Dachau)

Das Ausbilderteam der Freiwilligen Feuerwehr Dachau organisierte für die angehenden Einsatzkräfte eine 24 Stunden dauernde Übungseinheit mit allerlei Einsätzen. Den 24 Stunden Einsatzdienst gibt es in der Regel nur bei den Berufsfeuerwehren. Aber auch bei den Freiwilligen Feuerwehren kommt es immer wieder vor, dass mehrere Einsätze hintereinander oder in kurzen Abständen bewältigen werden müssen.

»Schichtbeginn« war letzten Samstag um 10 Uhr mit einem Brandalarm einer Brandmeldeanlage. Anschließend folgte eine Übung mit der Drehleiter. Nach dem Mittagessen wurde mit den verschiedenen Abstützsystemen für Hoch- und Tiefbauunfälle geübt. Danach ertönte wieder der Alarmgong und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten ausrücken um eine Person aus der Amper zu retten. Anschließend ging es zum Gelände der ehemaligen MD-Papierfabrik, dort brannte Unrat. Bei dieser Gelegenheit einen herzlichen Dank dafür, dass wir in dem Betriebsgelände üben durften. Zurück im Gerätehaus fanden die Nachwuchskräfte eine verschüttete Person vor und mussten diese retten und die Erstversorgung mit Beatmung und Herzdruckmassage an einer Puppe durchführen. Danach stärkten sich alle beim Abendessen.

Um 19 Uhr folgte sogleich der nächste Einsatz, eine technische Hilfeleistung. Jetzt galt es eine in einen Schacht gestürzte Person zu retten, danach folgte eine Pause zum entspannen und verschnaufen bis um 22 Uhr gemeldet wurde, dass in einem Waldstück in Dachau drei Personen vermisst werden. Nach erfolgreicher Suche dauerte es nicht lang, bis um 1.30 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall gemeldet wurde. Mit schwerem technischem Gerät wurde das Fahrzeug gesichert, geöffnet und die Insassen schonend befreit.

Nach der Rückkehr ins Gerätehaus und der obligatorischen Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge, kehrte die Nachtruhe ein, bis um 6.30 Uhr der Hausalarm den Wecker ersetze. Auf dem Parkplatz an der Leiten war eine Mülltonne in Brand geraten.

Übermüdet aber rundum zufrieden saßen die Teilnehmer und Ausbilder um 8 Uhr beim gemeinsamen Frühstück. Zum »Schichtende« wurden die Fahrzeuge kontrolliert und wieder bestückt.

Damit die 24-Stundenübung reibungslos durchgeführt werden konnte, waren eine längere, intensive Vorbereitung und ausreichend Personal nötig. Parallel zu den laufenden Einsatzübungen bereitete zum Beispiel ein Teil Ausbilderteams die Folgenden vor, andere kümmerten sich um die Verpflegung. Genauso wichtig für die realitätsnahe Ausbildung war das Mitwirken von Mimen. Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen der Übungen beigetragen haben.