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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 21. October 2018 · 11:10 Uhr
 
 
 

»Ehre und Verpflichtung«

Die neue DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt besucht ihren Heimatverband

Die Freude über die tolle Begrüßung durch Josef Mederer, BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer sowie Stefan Löwl ist Gerda Hasselfeld anzusehen. (Foto: A. Förster)

Gerade erst in den politischen Ruhestand getreten, zieht es Gerda Hasselfeldt schon wieder auf die große Bühne. Als neu gewählte Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes besuchte sie als erstes ihre jahrzehntelange politische Heimat, Dachau. Dort war sie bis zur Bundestagswahl am 24. September Abgeordnete für den Wahlbezirk Dachau-Fürstenfeldbruck. Viele Landkreisbürger schätzen sie als über Parteigrenzen hinaus populäre und stets um Schlichtung bemühte Vorsitzende der CSU-Landesgruppe in Berlin. Und mancher hätte sie womöglich gerne als Landesmutter und Ministerpräsidentin in München gesehen.

Nun ist die 67-Jährige die erste Frau an der Spitze des größten deutschen Wohlfahrtsverbands. Ein Amt wie maßgeschneidert für die gebürtige Straubingerin: Sie ist redegewandt, als ehemalige Spitzenpolitikerin gut vernetzt in Politik und Wirtschaft, volksnah, glaubwürdig und war lange Zeit Mitglied im Dachauer Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), davon einige Jahre auch im Vorstand.

Beim Besuch ihres Heimatverbands wurde sie unter großem Jubel, zigfachem Blaulicht und Martinshorngetöse auf der Thoma-Wiese empfangen. Die haupt- und ehrenamtlichen BRK-Mitarbeiter kennen und mögen ihre neue Präsidentin, die Freude war spürbar und echt. Auch Gerda Hasselfeldt freute sich sichtlich über den großen Bahnhof, die Blumen und die Glückwünsche des BRK-Dachau-Vorsitzenden Bernhard Seidenath, des Dachauer Landrats Stefan Löwl, des Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer und des Dachauer Oberbürgermeisters Florian Hartmann.

Bei ihrer Dankesrede lobte sie die anwesenden Vertreter des Roten Kreuzes, der Kreiswasserwacht und der BRK-Jugendarbeit für ihren unermüdlichen Einsatz und bezeichnete sie als »große Familie, die eine gemeinsame Idee eint: Für Menschen in Not, für behinderte, verfolgte, ausgegrenzte und sozial schwache Menschen da zu sein.« Sie wolle ihren Beitrag dazu leisten, diese Idee mit Leben zu erfüllen. Hasselfeldt dankte auch Bernhard Seidenath und Josef Mederer, die »nie müde wurden, mir immer wieder die Arbeit des BRK ans Herz zu legen. Für mich ist es Ehre und Verpflichtung, diese Arbeit zu unterstützen«.

Mit einem zünftigen Gulasch und Gesprächen mit dem BRK-Nachwuchs in der Geschäftsstelle am Rotkreuzplatz endete Gerda Hasselfeldts Antrittsbesuch, der gleichzeitig auch ein Abschied aus Dachau war. Als DRK-Präsidentin agiert sie künftig wieder in Berlin. Da kennt sie sich immer noch recht gut aus.