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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 22. May 2018 · 14:04 Uhr
 
 
 

»Das Lager und der Landkreis«

Ausstellung der Geschichtswerkstatt

Anton Held beim Bau seines ersten »Hauses«, eines Wohnwagens, in den 1940er Jahren. (Foto: Familie Held)

Die Ausstellung »Das Lager und der Landkreis« ist vom 7. bis 17. April von 18 bis 20 Uhr in der Neuen Aula der Grundschule in Petershausen zu sehen. In diesem Projekt spürte die Geschichtswerkstatt die Lebensgeschichten von in der Nazizeit verfolgten Bürgern des Landkreises auf.

Aus jeder Gemeinde des heutigen Landkreises lassen sich Namen von NS-Verfolgten nennen. Aus Petershausen wurde im November 1934 der 25-jährige Handwerker Anton Held ins KZ Dachau gebracht. Man warf ihm vor, früher Kommunist gewesen zu sein. Held stammte aus Hohenkammer, wo er und seine Freunde öfter mit der SA aneinander geraten waren. Seiner Lebensgeschichte ist die Schülerin Nina Augustin auf der Spur. Sie hofft, durch die Ausstellung weitere Hinweise zu erhalten.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 7. April, um 19 Uhr von Schirmherr und Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler und Projektleiterin Sabine Gerhardus. Verschiedene Musikstücke umrahmen unter der Leitung von Eugen Tluck die Präsentationen der Forscher, unter anderem das oft gespielte Streichquartett von Schostakowitsch, das den Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Am Freitag, 15. April findet in der Ausstellung ab 18 Uhr ein Weinumtrunk mit Zeitzeugen und Geschichtsforschern statt.