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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 21. September 2018 · 18:06 Uhr
 
 
 

Zehn Tage »Die Krüge hoch!«

Ein Blick hinter die Kulissen des Festzeltbetriebs Brandl am Karlsfelder Siedlerfest

Manuela Brandl, Katrin Loew, Gerald Walter, Julia Brandl und Goran Garic (v.l.) managen das Paulanerzelt. (Foto: A. Förster)

Das Siedlerfest ist nach Markt-Indersdorf das zweite große Volksfest des Sommers im Dachauer Land. Zehn Feiertage für Jung und Alt, direkt am Karlsfelder See. Die größte Attraktion ist das Brandl-Paulanerzelt mit seinen 3.000 Quadratmetern Fläche plus Außenbereich. Damit so ein zentraler Anlaufpunkt für 3.000 Menschen (1.700 Gäste haben innen Platz und 1.300 außen) zehn Tage und Nächte lang funktioniert, müssen viele kleine Zahnrädchen ineinandergreifen. Da ist zum einen der Bierausschank, es gibt zwei davon, einen für Draußen und einen für Drinnen. Jeweils sechs kräftige Burschen zapfen das kräftige Urtyp Exportbier in die Maßkrüge, rund 40 Bedienungen bringen es zu den durstigen Gästen.

Gemütlichkeit und Party

Die Live-Musiker werden ihnen mindestens dreimal die Stunde »Die Krüge hoch!« und »Ein Prosit der Gemütlichkeit« zurufen, das gehört einfach dazu. Da ist es auch egal, ob gerade eine Blaskapelle tagsüber oder eine Wiesn erprobte Partyband ab 18 Uhr auf der Bühne steht und mit der 4.000-Watt-Technik von Wilhelm & Willhalm Event Technology das Zelt beschallt: Für ein stimmungsvolles Live-Programm sorgen unter anderem die Karlsfelder Blaskapelle, die Fetzentaler, die Amper Musikanten, Ois Easy, Nachtstark, Musikuss und die Cagey Srings. Das Finale am Sonntag (15. Juli) bestreitet DJ Woiferl mit einer großen WM-Abschiedsparty. Auf zwei Flatscreens im überdachten Biergarten können Fußballfans die WM bis zum Schluss verfolgen.

Dass die fröhliche Atmosphäre nicht von knurrenden Mägen getrübt wird, dafür sorgen acht Köche, zwei Hendlgriller und ein Brezenbäcker. Sie bereiten alles frisch zu, was die Speisekarte hergibt. Von der Rinderbrühe bis zur Pillerbrezen, vom Obatzdn bis zum Bierradi, von der gebratenen Entenbrust bis zum Soja-Geschnezelten für Veganer. »Am beliebtesten sind der Schweinebraten, die Hax'n und natürlich das halbe Hendl vom Spieß«, weiß der Küchenverantwortliche, Gerald Walter. In einen Ofen passen 96 Grillhendl, der läuft den ganzen Tag auf Hochtouren. Der Warenverbrauch ist enorm: Nur für den Obazdn sind 20 Kilo Butter notwendig. Das langt aber nur für zwei Tage. Die acht Liter Ketchup, die hinter dem Festzelt im Container lagern, reichen vielleicht fürs Wochenende. Dann wird wieder neu disponiert.

Mittwoch ist Familientag

Die Festwirtsfamilie Brandl ist seit 1925 in der Volksfestgastronomie tätig. Aktuell betreiben Vater Peter, Mutter Manuela und Tochter Julia unter anderem das Zelt am Cannstatter Wasen und der Mannheimer Mainacht. Ihre Tipps für ihre Besucher sind der wechselnde Mittagstisch für 8,50 Euro inklusive 0,5-Liter-Getränk (Montag bis Freitag) sowie die Online-Sparaktion: Unter www.brandl-paulanerzelt.de gibt es vom 7. bis 11. Juli eine Maß Bier und ein halbes Hendl für nur 9,90 Euro.

Zu den Höhepunkten des bei allen Generationen beliebten Karlsfelder Siedlerfests gehört traditionell das spektakuläre Brillant-Feuerwerk am Freitagabend und natürlich die zahlreichen attraktiven Fahrgeschäfte. Mittwochnachmittag ist Familientag mit ermäßigten Preisen.