15.5°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Wednesday, 22. August 2018 · 05:34 Uhr
 
 
 

Rezept-Tipp für Weihnachtsbraten

Geschmorter Schlegel vom Reh oder Hirsch

Tolle Wildfleisch- und Wurstspezialitäen gibts am Jetzendorfer Wald-Christkindlmarkt bei Ruth und Sepp - und zum gleich Essen ein Rehragout. (Foto: ek)

Auf dem Jetzendorfer Wald-Christkindlmarkt gibt es natürlich wieder »da Ruth ihr Rehragout«, das Rezept hat sie uns ja letztes Jahr verraten. Heuer dürfen wir uns mal an ein besonderes Stück, einen Festtagsbraten, wagen und die Ruth meint, »des konn a jeda«. Das Schmorgericht nimmt es nicht übel, wenn es ein paar Minuten länger im Topf bleibt wenn die Gäste später kommen, man kann es gut vorbereiten und es schmeckt bestimmt allen, egal ob man den Schlegel vom Reh oder vom Hirsch nimmt.

Kaufen kann man das Fleisch natürlich bei der Familie Hecht in Hirschenhausen. Der zertifizierte Naturland-Betrieb bietet neben Wild aus eigener Jagd auch Rind, Schwein, Rotwild und viele selbstgemachte Wurst- und Räucherwaren an.

Für Weihnachten kann man Reh, Hirsch, Wildschwein, Gams, Wildschinken, Wildsalami und vieles mehr vorbestellen und am 22. und 23. Dezember in Hirschenhausen abholen. Aber jetzt ran an die Töpfe...

Geschmorter Hirsch- oder Rehschlegel

Zutaten:

1,2 kg Schlegel oder Bug

Salz, Pfeffer, einige Wacholderbeeren

1 Zehe Knoblauch

zum Schmoren: 40 - 50 g Speck oder Fett

1 - 2 Zwiebeln ganz

Wurzelwerk

1/2 EL Wacholderbeeren

2 Lorbeerblätter

1 Stückchen Zitronenschale

ca. 1 Liter Wildfond

für die Soße:

Zuckereinbrenn

4 - 6 EL Schlagrahm

1 Glas Rotwein

 

Zubereitung:

Gebeiztes Fleisch häuten, eventuell Knochen auslösen, mit Mischung aus Salz, Pfeffer, zerstoßenen Wacholderbeeren und geriebener Knoblauchzehe einreiben, in leicht angebratenen Spechscheiben oder heißem Fett von allen Seiten im Schmortopf anbräunen.

Zwiebeln und Wurzelwerk zugeben, ebenfalls anbräunen, mit Wildfond seitlich aufgießen und seitlich Gewürze beifügen. Bei mäßiger Hitze und öfterem Wenden und Nachgießen von etwas Fond gar schmoren. Garzeit etwa 1,5 bis 2 Stunden je nach Alter des Tieres.

Wenn das Fleisch fast gar ist, Zuckereinbrenne herstellen, mit Schmorflüssigkeit aufgießen und etwa 10 Minuten kochen lassen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb streichen, mit Rahm und Rotwein verfeinern und abschmecken. Fleisch einlegen und noch etwas ziehen, aber nicht mehr kochen lassen. Dann in Scheiben schneiden und in der Soße anrichten.

Beilagen: Dazu passen Semmel- oder Kartoffelknödel, Spätzle, Nudeln aber auch Salzkartoffeln. Außerdem dürfen natürlich Blaukraut und Preisselbeeren nicht fehlen.

 

Wer nicht weiß wie eine Zuckereinbrenn oder die Beize für das Wildfleisch geht, der kann die Ruth natürlich fragen, wenn er seinen Schlegel abholt oder an ihrem Stand auf dem Jetzendorfer Waldchristkindlmarkt - Tipps und Tricks der erfahrenen Köchin gibts gratis dazu!

»Guten Appetit, frohe Weihnachten und ein tolles Jahr 2018 wünscht die Familie Hecht allen Freunden und Kunden!«