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Thursday, 19. July 2018 · 23:22 Uhr
 
 
 

Unternehmensvorsorge

Eine Verpflichtung gegenüber Angehörigen und Mitarbeitern

Laurence Wauters, Rechtsanwältin in Erdweg berichtet: «Ein familiäres Beispiel, dass mich persönlich sehr geprägt hat, war folgendes: Meine Tante und mein Onkel hatten beide gemeinsam ein Büromöbelgeschäft mit insgesamt 15 Angestellten. Mein Cousin war damals Anfang 20 und hat noch studiert, als seine Eltern innerhalb kürzester Zeit verstarben. Es war zwar immer schon klar, dass er das Geschäft übernehmen würde, aber mit dem plötzlichen Tod stand er als noch unerfahrener Student, ohne Einarbeitung und Übergabe des Geschäftes, von heute auf morgen ganz alleine da. Das war für ihn damals eine doppelte Belastung. Zum einen die psychische Auseinandersetzung mit dem Verlust seiner Eltern und zum anderen der Kampf mit der Einarbeitung in die Führung der Geschäfte. Hätte es damals eine solche Unternehmensvollmacht gegeben oder eine Dokumentation über das Unternehmen, wäre es meinem Cousin deutlich leichter gefallen, die Situation zu meistern. Im besten Fall hätte es eine Person gegeben, die zumindest übergangsweise das Geschäft hätte leiten können.»

Unternehmerinnen und Unternehmer haben eine große berufliche und meist auch familiäre Verantwortung. Werden sie plötzlich beispielsweise durch einen Unfall geschäftsunfähig, kann die Situation sehr schnell sehr belastend werden und vor allem existentielle Folgen haben. Gibt es keine Unternehmensvorsorgevollmacht, bestellt das Gericht wie bei jeder Privatperson auch einen Unternehmens- bzw. Berufsbetreuer. Das hängt von der jeweiligen Rechtsform ab. Das Verfahren ist nicht nur kosten-, sondern auch zeitaufwendig, denn bis zur Bestellung des Betreuers können keinerlei unternehmerische Entscheidungen getroffen werden. Das hat auch Konsequenzen für bestehende Arbeitsverhältnisse. Lohnfortzahlungen müssen geleistet werden, Arbeitsverträge können nicht gekündigt werden, insofern kein Vertreter des Arbeitgebers festgelegt ist. Dies kann bis zur Insolvenz führen.

Große Unternehmen, insbesondere Aktiengesellschaften, sind meist so aufgestellt, dass die Personen in Führungspositionen austauschbar sind. Bei kleinen mittelständischen Unternehmen hingegen ist das in den meisten Fällen nichts so einfach möglich. Und die wenigsten Unternehmer haben sich darüber Gedanken gemacht, was passiert, wenn der Chef plötzlich ausfällt und sei es nur für eine kurze Zeit. Dann stellt sich immer die Frage, wer übernimmt die Verantwortung in jeglicher Hinsicht und wer darf die Geschäfte tatsächlich rein rechtlich uneingeschränkt weiterführen? Wer darf die Lieferanten und/oder die Mitarbeiter ausbezahlen? Wer kennt alle Passwörter? Welche Vollmachten gibt es überhaupt? Oft sind wesentliche Punkte nicht schriftlich festgehalten, sondern reines Wissen einer einzelnen Person. Und auch da kann man sich viel Arbeit, Kosten und vor allem Zeit sparen, wenn diese Dinge bereits im Vorfeld inventarisiert und schriftlich fixiert worden sind.

Für solche Fälle bietet Laurence Wauters und ihr Team eine umfangreiche Unternehmensvorsorge an. Neben der juristischen Beratung haben sie eine Software entwickelt, mit deren Hilfe innerhalb kürzester Zeit das gesamte Unternehmen erfasst, die wichtigsten Unterlagen dokumentiert und auch aktuell gehalten werden können. Also ein sogenannter Notfallkoffer, der digital erstellt wird. Die Software macht es möglich, dass im Fall der Fälle eine andere Person in Kürze einspringen, die Geschäfte führen und auch am Laufen halten kann.

Empfehlung des Erdweger Gewerbevereins:
Laurence Wauters, Rechtsanwältin
Untere Dorfstr. 30a
85253 Erdweg (Eisenhofen)
Telefon: 08138 / 66 63 66
Mobil: 0176 / 63718134
www.juvo-klw.de
info@juvo-klw.de