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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 18. August 2019 · 02:38 Uhr
 
 
 

Scheinträchtigkeit der Hündin

Dr. Sabine Fischer (Foto: Kleintierzentrum Erdweg)
 

Bei einige Hündinnen treten mehrere Wochen nach der Läufigkeit körperliche und psychische Veränderungen auf. Das Gesäuge der Hündin schwillt an und produziert Milch. Betroffene Tiere zeigen ein ausgeprägtes Nestbau-Verhalten, bemuttern zum Beispiel Stofftiere oder Spielzeug und verteidigen diese auch.

Ursache einer Scheinträchtigkeit sind bestimmte Hormone. Gegen Ende der Läufigkeit produziert der Körper weniger Progesteron und dadurch steigt die Prolaktin-Konzentration im Blut.

Eine Scheinträchtigkeit dauert in der Regel zwei bis drei Wochen an. Während dieser Zeit sollten die Tierbesitzer Stofftiere und Decken entfernen, die ein Nestbauverhalten anregen und die Hündin durch Beschäftigung auf andere Gedanken bringen. Auch biologische Medikamente können das Abklingen der Scheinträchtigkeit beschleunigen.

Bei starken Veränderungen können auch Medikamente eingesetzt werden, die die Prolaktinmenge reduzieren.