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Tuesday, 17. July 2018 · 23:21 Uhr
 
 
 

Malignes Lymphom des Hundes – Ein bösartiger Tumor

Dr. Sabine Fischer (Foto: privat)
 

Das maligne Lymphom ist eine tumoröse Entartung, die von weißen Blutkörperchen, den Lymphozyten ausgeht. Oft sind die Tumore in den Lymphknoten, der Leber oder Milz zu finden. Manchmal können sie aber auch andere Organe, wie die Lunge, den Magen-Darm-Trakt, oder die Haut befallen.

Größere Hunde sind häufiger betroffen. Die Hunde zeigen oft sehr unspezifische Symptome, wie Müdigkeit, reduzierte Futteraufnahme und Gewichtsverlust, je nach Lokalisation aber auch Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen. Meistens stellt der Tierarzt fest, dass die Lymphknoten vergrößert sind.

Die Diagnose wird in der Regel mittels Zytologie (Untersuchung der Zellen) der Lymphknoten gestellt. Um dem Besitzer eine Prognose aufzuzeigen, wird das Stadium der Erkrankung mittels Röntgen und Ultraschall abgeklärt (sogenanntes staging).

Therapie der Wahl ist Chemotherapie, da der Tumor sehr aggressiv ist und sich im Körper über das Blut schnell ausbreitet. In der Regel wird diese von den Hunden sehr gut vertragen, da beim Tier immer der Erhalt der Lebensqualität im Vordergrund steht. Die Lebenserwartung bei einer erfolgreichen Chemotherapie liegt durchschnittlich bei zirka einem Jahr; 25 Prozent der Patienten leben sogar noch über zwei Jahre. Wenn das Knochenmark schon betroffen ist, liegt die Überlebenszeit zirka bei sechs Monaten.

Dr. Sabine Fischer