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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 19. August 2019 · 15:52 Uhr
 
 
 

Dorfchronik Eisenhofen

Erscheinung im November 2015 geplant

Postkarte: Ansicht Eisenhofen vor etwa 100 Jahren. (Foto: Verein Heimatgeschichte Eisenhofen e.V.)

Arbeitsreich wird es - darüber, war sich ein Grüppchen an der Heimat und deren Geschichte interessierten Eisenhofener Mitbürger im Klaren, als man sich 2008 erstmals in kleiner Runde traf. Dass es aber so intensiven Forschens, Nachfragens, Interviewens und langwieriger, oft schwieriger Diskussionen bedurfte, damit hatte wohl keiner gerechnet. Und doch, nach über 70 Sitzungen der nimmermüden Arbeitsgruppe, ungezählten Stunden geopferter Freizeit und großem Engagement ist man auf der Zielgeraden. Im November erscheint verbindlich die Chronik der Orte Eisenhofen, Hof, Petersberg, ein über 500 Seiten starkes Werk, vierfarbig reich bebildert und mit teilweise neuen und überraschenden Erkenntnissen aus der Ortsgeschichte.

Auf Anregung von Jakob Zotz ist dieses Buch entstanden, in dem ein weiter Bogen gespannt wird von der ersten urkundlichen Erwähnung vor über 1.200 Jahren, vom Adelsgeschlecht der Eisenhofer über die fürstbischöfliche Sommerresidenz der Bischofe von Freising, vom Kloster Eisenhofen bis zur KLVHS am Petersberg, von der Gründung der Gemeinde Eisenhofen im bayerischen Königreich 1818 bis zur Gebietsreform 1972 mit dem freiwilligen Zusammenschluss zur Gemeinde Erdweg.

Eine Vielzahl teils unbekannter Bilder, alter Fotos und Kartenmaterial sowie bislang unveröffentlichte Aufzeichnungen aus Orts-, Schul- und Kirchengeschichte bieten ein Kaleidoskop aus der Historie dieses Ortes. Namhafte Autoren konnten für die Abfassung der Beiträge gewonnen werden. Sie waren alle unentgeltlich tätig.

Aus dem Kind, das von 36 Gründern am 20. November 2009 aus der Taufe gehoben wurde, ist mittlerweile ein stattlicher eingetragener Verein geworden, der über 75 Mitglieder zählt. Deren Beiträge sowie Zuschüsse der örtlichen Geldinstitute, der Gemeinde Erdweg und so manche Spende geben dem Verein finanziellen Rückhalt. Die geplante Drucklegung des Werkes liegt im zeitlichen Rahmen und der Verkauf der Chronik läuft bereits, denn durch den (Vor-)Verkauf wird letztlich das Erscheinen gesichert. Der Subskriptionspreis von 45 Euro bei Vorauszahlung (Bestellungen nehmen Max Scheuböck und Josef Arzberger gerne entgegen) gilt noch bis zum 15. Oktober 2015.  Die Chronik ist ein einmaliges Buch, das nicht nur die Geschichte umfassend beleuchtet, sondern auch in der Gegenwart zu Hause ist, etwa mit dem Kapitel »Neue Häuser«, das sich mit der Bautätigkeit nach 1945, dem damaligen Flüchtlingsstrom, dem aktuellen Vereinsleben und vielem mehr befasst. Dieses Buch gehört einfach in jedes Bücherregal derer, denen die Heimat etwas wert ist.