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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Wednesday, 19. December 2018 · 12:59 Uhr
 
 
 

Zum zweiten Mal Deutscher Meister

Erfolg beim 18. Internationalen Sparkassenpokal

Die neuen Deutschen Meister mit den Bunnyhunters (von li) Sam Schneider, Vroni Kölbl, Sarah Hammami, Magnus Christmann und Raffaele Schmidt-Soletti. (Foto: Bunnyhunters)

Bei perfekten äußeren Bedingungen wurde der 18. Internationale Sparkassenpokal Anfang Juni im Dachauer Freibad ausgetragen. Zur vierten und letzten Station der diesjährigen Aquaball Championstour machten sich über 30 Mannschaften aus ganz Deutschland auf den Weg in die Aquaballhochburg, um die Deutschen Meister in allen vier Wertungsklassen auszuspielen. Zum 20-jährigen Bestehen der Dachauer Bunnyhunters konnten diese sich dann auch gleich zwei der begehrten Deutschen Meistertitel sichern.

In souveräner Manier gewannen die Youngsters und nach einem Finalkrimi. Die Damen wurden deutsche Vizemeister und die erste offene Mannschaft konnte sich immerhin noch den dritten Rang sichern. Die Youngsters legten eine perfekte Saison mit vier Siegen bei vier Turnieren hin und wurden somit mit der Idealpunktzahl von 40 Punkten mehr als verdient Deutscher Meister.

Auch beim Heimturnier konnten die anderen Teams sie nie ernsthaft in Bedrängnis bringen und mussten die Überlegenheit des Dachauer Nachwuchses neidlos anerkennen. Nach Siegen gegen die Soester Haie, die Aquatigers aus Schweinfurt, die ETV Lions aus Hamburg und die eigene zweite Mannschaft standen die Titelverteidigungen beim Sparkassenpokal und auch bei der Deutschen Meisterschaft fest. Um die Zukunft des Aquaballs muss sich in Dachau also erstmal keine Sorgen gemacht werden. Im Gegenteil, das Team hat noch Großes vor und strebt für die neue Saison bereits den Hattrick an.

Die zweite Mannschaft traf zum ersten Mal in dieser Saison bei einem Turnier an und wurde am Ende Vierter.

Deutlich spannender gestaltete sich die Entscheidung in der Jugendwertung, am Ende konnten aber auch hier die Dachauer jubeln. Wie bereits bei den drei Turnieren zuvor, kam es zum Endspiel zwischen den beiden überragenden Mannschaften in dieser Saison. Bisher konnten die Bunnyhunters zwei Turniersiege für sich verbuchen, einen Sieg konnten sich die Aquaguards aus Ahaus sichern. Im Finale, bei strahlendem Sonnenschein, lief dann zunächst alles für die Dachauer. Diese konnten sich einen 2-Tore Vorsprung erspielen und dann sogar, nach einer unüberlegten Ahauser Aktion und der Hinausstellung eines Spielers, auch noch einige Zeit in Überzahl agieren. Dann begann jedoch auf Seiten der Bunnyhunters das Nervenkostüm zu flattern und durch einige Unkonzentriertheiten ließ man den eigentlich schon geschlagenen Gegner noch einmal zurück ins Spiel kommen. Den Aquaguards gelang daraufhin noch der Ausgleich und somit musste das Spiel in die Verlängerung. Mehr Dramatik um den endgültigen Sieger zu ermitteln war eigentlich nicht möglich, aber in der Verlängerung fanden die Dachauer wieder zu ihrem Spiel zurück und es gelang ihnen der entscheidende Treffer, der das gesamte Freibad zum Beben brachte. Der Rest war grenzenloser Dachauer Jubel über den zweiten nationalen Titel an diesem Tag.

Die zweite Mannschaft zeigte respektable Leistungen und konnte sich am Ende über Platz Acht freuen.

Die sehr junge dritte Mannschaft musste viel Lehrgeld zahlen, gewann jedoch viel Erfahrung hinzu und landete auf dem elften Rang. Die Dachauer Damen hatten nur noch eine rein theoretische Chance auf den Meistertitel, aber da spielten die Soester Haie von Anfang an nicht mit. Wie gewohnt agierten diese souverän und gewannen in Dachau ihr drittes Turnier in dieser Saison und sicherten sich damit erneut die Deutsche Meisterschaft. Als best-of-the-rest hinter den in einer eigenen Liga spielenden Haien, machten die Bunnyhunters mit ihrem zweiten Platz die deutsche Vizemeisterschaft klar. Mit drei zweiten Plätzen auf der Tour war am Ende der Abstand zu den Drittplatzierten Damen aus Werl doch recht deutlich.

Für die nächste Saison bleibt abzuwarten, ob die Dominanz der Soester Haie weiterhin bestehen bleibt oder ob es den Bunnyhunters gelingen wird, deren Siegesserie zu durchbrechen und endlich wieder an die eigenen Erfolge aus der Vergangenheit anknüpfen zu können.

Nachdem die erste offene Mannschaft der Bunnyhunters die ersten beiden Saisonturniere verkorkst hatte und ihnen erst in Ahaus ein gutes Turnier samt Turniersieg gelang, war schon ein großes Wunder beim Heimauftritt nötig, wollte das Team bei der Vergabe um die deutsche Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden. Dazu musste mindestens der Turniersieg, bei gleichzeitigen Patzern der Mitkonkurrenten, her. Mit Vorrundenplatz drei war der Traum vom Finale jedoch schnell vorbei und man musste sich darauf konzentrieren, den dritten Platz in der Tourwertung zu verteidigen. Mit zwei abschließenden Siegen in den Platzierungsspielen gelang dies dann aber doch noch souverän und somit konnte sich die Mannschaft am Ende über den fünften Platz beim Sparkassenpokal und über den dritten Platz auf dem Treppchen bei der Deutschen Meisterschaft freuen.

Bei der abschließenden Siegerehrung versprach der Sportreferent der Stadt Dachau, dass er sich dafür einsetzen wird, um den siegreichen Youngsters- und Jugendspielern einen Empfang auf dem Rathausbalkon vor ihren Fans zu ermöglichen. Alle Spieler hoffen jetzt natürlich, dass es zu diesem unvergesslichen Erlebnis kommen wird.

Im Zuge ihres 20 jährigen Bestehens, konnten die Bunnyhunters dann auch noch ihren neuen Sponsor, den Flughafen München, präsentieren. Als einer der größten Arbeitgeber Bayerns, ist er nicht nur international ein Globalplayer, sondern zeigt sich auch in regionaler Sicht als starker Partner. Die Unterstützung des Münchner Flughafens zielt dabei insbesondere auf die Jugend- und Nachwuchsarbeit des Schwimmvereins Dachau und der Abteilung Aquaball. Als Geburtstagsgeschenk für die Bunnyhunters schickte der Flughafen dann gleich noch eine große Menge nützliche Accessoires, die nach der Siegerehrung bei einer großen Tombola unter alle Turnierteilnehmern verlost wurden.