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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 18. October 2018 · 09:55 Uhr
 
 
 

Stammtisch des CSU-Kometenzteams Energie

Ausbau der Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien

CSU-Kompetenzteam (von li) mit Thomas Böswirth, Julia Grote, Dr. Thomas König, Bernhard Seidenath, Josef Götz, Simon Landmann, Uli Riegel. (Foto: CSU)

Bei der Infoveranstaltung »Nahwärmenetze – Aktive Energiewende in der Region«, veranstaltet vom Kompetenzteam Energie der CSU Dachau am Mittwoch, den 28. März, ging es dieses Mal vornehmlich um Nahwärmenetze und die Erzeugung von Wärme aus regenerativen Quellen. Der Organisator des Abends und Leiter des Kompetenzteams Energie Thomas Böswirth ist als selbstständiger Ingenieur genau in diesem Bereich beruflich aktiv. Aus diesem Grund ist es ihm sehr wichtig dieser Thematik mehr politisches Gehör zu verschaffen: »Soll die Energiewende gelingen, dann ist insbesondere im Bereich Wärmeerzeugung politisch einzulenken, da der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch in den letzten sieben Jahren gerade mal um 1% auf bescheidene 13% gesteigert werden konnte.«

Über einen Antrag an den Landtag will er darauf aufmerksam machen und Fördermaßnahmen erhöhen für den Ausbau von Wärmenetzen und erneuerbar erzeugter Wärme. Als Landtagsabgeordneter hat Bernhard Seidenath dazu die aktuellen politischen Rahmenbedingungen, Ziele und Fördermöglichkeiten dargestellt. Als Veranstaltungsort wurde der Gasthof Groß in Bergkirchen nicht zufällig gewählt. Die Gemeinde Bergkirchen mit dem anwesenden Bürgermeister Simon Landmann betreibt mit seinem Kommunalunternehmen EWG unter Leitung von Siegfried Ketterl als Vorzeigeobjekt das größte Wärmenetz im Landkreis Dachau.

Gespeist wird das Netz durch die Abwärme der nahe gelegenen Müllverbrennungsanlage in Geiselbullach sowie durch zwei Biogasanlagen, wie der Projektingenieur Uli Riegel und der Vorstand der GfA Dr. Thomas König in einer Präsentation dargestellt. Dadurch werden annähernd klimaneutral zirka 6,5 Millionen Liter Heizöl ersetzt. »Auch künftig steht noch ausreichend Wärme für die geplanten Erweiterungen zur Verfügung«.

Als weiteres Positivbeispiel stellte der Landwirt und Unternehmer Josef Götz seine Biogasanlage in Ried mit angeschlossenen Wärmenetzen in Markt Indersdorf vor. So wird in seiner Anlage aus Gülle, Mais und neuerdings aus der Pflanze Durchwachsene Silphie zunächst Biogas und daraus über motorische Blockheizkraftwerke bedarfsgerecht Strom und Wärme erzeugt.

Nach den Vorträgen wurde noch eifrig diskutiert bis hin zu hochkomplexen Fragestellungen der aktuellen Energiepolitik. Mit rund 20 Besuchern war die Veranstaltung eher dünn besucht, dafür mit hochkarätigen Referenten und einem sehr interessierten Fachpublikum, welche sich mit einem Megathema unserer Zeit beschäftigt haben.