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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 22. October 2018 · 19:15 Uhr
 
 
 

Neues Fahrradparkhaus am Bahnhof eingeweiht

Ein moderner und sicherer Ort für Fahrräder nun offiziell eröffnet

Einweihung des neuen Fahrradparkhauses mit (von li.) Anton Meyer, Prof. Dr. Dr. h.c. Günter Heinritz, 2. Bürgermeister Kai Kühnel, Volker C. Koch und OB Florian Hartmann. (Foto: Jakob Haubner)

Letzten Dienstag, den 12. Dezember war es soweit: Das Fahrradparkhaus am Dachauer Bahnhof wurde offiziell eröffnet. Wildparkerei und Parkplatzmangel gehören nun der Vergangenheit an.

Im Parkhaus, welches 81 Meter lang, zwölf Metern breit und knapp sieben Metern hoch ist, finden 1.022 Fahrräder auf zwei Stockwerken in modernen, Wind und Wetter geschützten Fahrradständern ihren Platz. Damit man bei dieser Menge nicht den Überblick verliert, wurden zusätzlich an den Radlständern Nummern angebracht, um das Wiederfinden des Drahtesels zu erleichtern. In das obere Stockwerk gelangen Radler bequem über eine Rampe oder über Treppen mit Schiebespuren.

Sicherheit wird in diesem Gebäude grossgeschrieben: Es verfügt über moderne Überwachungskameras, durch LED-Lampen hell erleuchtete Gänge, eine offene transparente Fassade und einen separaten kostenpflichtigen Raum für Personen, die ihr Fahrrad gesondert absperren wollen. Allerdings benötigt man dafür einen Schlüssel, den man beim Landratsamt beantragen kann.

Umwelttechnisch ist das Parkhaus auch gut aufgestellt: Strom wird aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach gewonnen und das gesammelte Wasser aus den Regenrinnen zur Bewässerung der Rankpflanzen verwendet. Vielleicht ist es auch ein Anreiz, dass viele Dachauerinnen und Dachauer wieder mal die ein oder andere Strecke mit dem Radl fahren und so die Verkehrssituation in der Stadt entlasten.

Die öffentlichen Toiletten im Parkhaus werden nach ihrer Fertigstellung zu einer deutlichen Verbesserung der Toilettensituation rund um den Bahnhof beitragen.

Insgesamt wurden für dieses Projekt gut 2,2 Millionen Euro investiert, wovon rund 940.000 Euro an Fördergeldern abgezogen werden können.

(Jakob Haubner)