27.12°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 24. June 2019 · 19:20 Uhr
 
 
 

Literaturförderpreis für Dachau

Verwaltung soll ein Konzept erarbeiten

Die Knabenkapelle Dachau war bereits 2017 bei einem Jugendmusik-Festival in Léognan. (Foto: KKD Dachau)

Der Preis ist als Basis für die Stelle eines Stadtschreibers gedacht. Diese Person solle mehrere Monate in der Ruckteschell-Villa wohnen und unter anderem zur Gestaltung des jährlichen Kulturereignisses »Dachau liest« beitragen. So sieht es der Antrag der Rathaus-SPD vor, im Kulturausschuss vorgestellt vom Ortsvorsitzenden Sören Schneider. Seine Begründung: Der Stadt Dachau würde eine Bereicherung des kulturellen Lebens im Bereich Literatur gut tun. Er betonte, dass der/die Stadtschreiber*in nicht die Funktion eines Chronisten hätte, wie das früher häufig der Fall war. Sondern im Stil eines Literaten künstlerisch kreativ, prosaisch oder lyrisch tätig wäre – mit Bezug zur Großen Kreisstadt. So könne diese neue Institution die Wahrnehmung der Stadt Dachau als Ort der Kultur nach außen weiter stärken. Die Stadträte Claus Weber (Freie Wähler) und Sylvia Kalina (CSU) befürworteten den Vorschlag, der schließlich einstimmig angenommen wurde. Nun wird die Stadt unter Leitung des Kulturamts ein entsprechendes Konzept erarbeiten.

Knabenkapelle Dachau reist nach Léognan

Ebenso einstimmig ging der Förderantrag der Knabenkapelle Dachau (KKD) auf Erstattung der Kosten in Höhe von 2.500 Euro für eine Konzertreise in die französische Stadt Léognan durch. Tilo Ederer, Vorstand der Knabenkapelle, zeigte sich erfreut und erleichtert zugleich. Denn die Förderrichtlinien der Stadt Dachau besagen, dass Projekte zur Förderung der Beziehungen zu Partnerstädten bezuschusst werden, doch Léognan sei noch keine Partnerstadt. Aber wohl auf dem besten Weg dorthin. Der Bürgermeister des Ortes nahe Bordeaux, Laurent Barban, der Dachau gemeinsam mit der Jugendkapelle Bandà Léo während des Volksfestes letzten August auf Einladung der KKD besuchte, hat einen derartigen Wunsch immer wieder mit Nachdruck geäußert. Die Gegeneinladung nach Frankreich erfolgte auf dem Fuß, nun werde man ihr im Frühjahr endlich Folge leisten können, freute sich Ederer.